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Rene Rydlewicz lief in 199 Spiele für Hansa Rostock auf © imago

Trainer Dieter Eilts darf trotz des 0:0 gegen Ahlen weitermachen. Manager Herbert Maronn muss gehen, Nachfolger wird ein Ex-Profi.

Rostock - Hansa Rostock hat auf die anhaltende Talfahrt reagiert und Manager Herbert Maronn beurlaubt.

Trainer Dieter Eilts, der bei der Krisensitzung von Vorstand und Aufsichtsrat ebenfalls zur Disposition stand, darf dagegen weiterarbeiten.

Nachfolger von Maronn wird der ehemalige Hansa-Profi Rene Rydlewicz.

Das gab der Klub einen Tag nach dem 0:0 im Heimspiel gegen Rot-Weiß Ahlen bekannt.

Missglücktes Krisenmanagement

Maronn wurden ein missglücktes Krisenmanagement sowie Fehler bei der Transferpolitik angekreidet. Der 49-Jährige besitzt bei Hansa noch einen Vertrag bis 2011.

Maronn war nach dem verpassten Aufstieg in die Bundesliga im Mai 2006 nach neun Jahren als Manager zurückgetreten und ein Jahr später zurückgekehrt.

Rydlewicz erhielt einen Vertrag bis zum 30. Juni 2011. "Ich habe das Zutrauen und das Herzblut, diese Arbeit zu packen", sagte der Ex-Profi.

"Deshalb habe ich nicht lange überlegt, als die Anfrage kam. Ich bin optimistisch, dass wir in der Zweiten Liga bleiben."

Der 35-Jährige war zuletzt als Sportdirektor beim Verbandsligisten Anker Wismar. Er absolvierte insgesamt 278 Erstliga- und 79 Zweitliga-Spiele für Rostock, Leverkusen, 1860 München und Bielefeld.

"Wollten ein Zeichen setzen"

"Wir wollten mit der Verpflichtung von Rene Rydlewicz ein Zeichen setzen", sagte Hansas Vorsitzender Dirk Grabow.

"Er hat acht Jahre für Hansa gespielt, meistens im Abstiegskampf und kennt die Situation."

Schonfrist für Eilts

Eilts dagegen bleibt etwas überraschend im Amt. "Wir glauben an ihn. Es gibt kein Ultimatum und keine Jobgarantie. Die Mannschaft muss jetzt die richtige Reaktion zeigen", erklärte Grabow.

Unter der Leitung des ehemaligen U21-Nationaltrainers, der vor drei Monaten Frank Pagelsdorf beerbt hatte, holte der Bundesliga-Absteiger nur fünf von 27 möglichen Punkten.

Drittklassigkeit droht

Als Tabellenvorletzter ist der Bundesliga-Absteiger akut vom Sturz in die Drittklassigkeit bedroht. "Ein Jahr könnte Hansa dort durchaus bestehen", so Grabow. Auf Dauer jedoch bekäme man Probleme, weil die Infrastruktur des Klubs mittlerweile zu groß sei.

Der Klubchef hatte am Freitagabend nach der enttäuschenden Nullnummer gegen Ahlen "für die nächsten Stunden und Tage personelle Konsequenzen" angekündigt.

Eilts hatte allerdings auch nach dem erneuten Rückschlag nicht seinen Optimismus verloren: "Wir geben die Hoffnung nicht auf und werden weiter akribisch und konsequent arbeiten", sagte der Ex-Nationalspieler.

Allerdings hängt Eilts' Job offenbar abhängig von der weiteren Entwicklung. "Es gibt keine Garantien im Leben", meinte Grabow.

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