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Peter Neururer (r.) war als Trainer schon in Hannover, Bochum und auf Schalke © getty

Vor dem Montagsspiel gegen Aachen sprach Sport1.de mit MSV-Coach Neururer über die Partie und Duisburgs Aufstiegsambitionen.

Von Jessica Pulter

München - Der MSV Duisburg ist das Stehaufmännchen der Zweiten Liga, denn nach schwachem Saisonstart ist der Bundesliga-Absteiger seit mittlerweile acht Spieltagen ungeschlagen. Der sofortige Wiederaufstieg rückt immer mehr in Reichweite.

Großen Anteil daran hat Peter Neururer, der Rudi Bommer im November auf dem Trainerstuhl ablöste. Denn seit seiner Verpflichtung geht es für die "Zebras" in der Tabelle nur noch nach oben.

Von Platz elf am 13. Spieltag kletterten die Duisburger auf aktuell Rang sieben. Kein einziges Spiel ging unter Neururer verloren.

Gegen Alemannia Aachen (Mo., ab 20 Uhr LIVE) kann der MSV nun zum neunten Mal in Folge ungeschlagen bleiben und wichtige Punkte auf die Aufstiegsränge gutmachen. Platz vier der Tabelle winkt.

Vor dem Montagsspiel sprach Sport1.de mit Trainer Neururer über die Partie, die Ambitionen des MSV Duisburg und seinen Vertrag.

Sport1.de: Herr Neururer, im Montagsspiel geht es gegen Aachen. Was erwarten Sie von Ihrer Mannschaft?

Peter Neururer: Ich hoffe, dass wir die Leistung, die wir in den letzten Wochen gezeigt haben, auch wiederholen können. Das ist notwendig, um in Aachen vor ausverkauftem Haus überhaupt bestehen zu können.

Sport1.de: Mit welchem Ziel gehen Sie in die Partie?

Neururer: Wir wollen dort nicht nur bestehen, sondern auch dominieren. Unser Ziel ist es bei unserem letzten Spiel auf dem Tivoli erfolgreich zu sein und die drei Punkte einzufahren.

Sport1.de: Aachen ist heimstark und hat diese Saison schon acht Heimsiege gefeiert. Wie schwer wird denn diese Aufgabe?

Neururer: Das wird schon sehr schwer, keine Frage. Doch wir haben uns in den letzten Wochen eine gewisse Konstanz erspielt. Genügend Selbstbewusstsein ist auch gegeben, dementsprechend sollten wir in Aachen auflaufen.

Sport1.de: Durch den Patzer von Lautern haben Sie die Chance, auf Platz vier zu klettern. Wie groß sind die Chancen des MSV, in den Aufstiegskampf noch einzusteigen?

Neururer: Die Mannschaften, die vor dem Spieltag auf Platz eins bis sechs standen, werden um die ersten drei Plätze spielen. Wobei Freiburg im Augenblick ein kleines bisschen außen vor ist, da sie mit 45 Punkten glänzend dastehen. Alle anderen Mannschaften sind noch dabei, und aufgrund der Leistungsdichte wird das bis Saisonende so weitergehen.

Sport1.de: Also wird auch Duisburg noch ein ordentliches Wort mitreden?

Neururer: Wenn wir gegen Aachen erfolgreich sind und am nächsten Wochenende gegen den 1. FC Nürnberg bestehen, dann sind wir mit Sicherheit dabei.

Sport1.de: Seit Ihrem Amtsantritt geht es für Duisburg in der Tabelle nur noch bergauf. Was ist denn Ihr Geheimrezept?

Neururer: Ein Geheimrezept gibt es nicht wirklich. Es liegt an der Art und Weise, wie wir derzeit arbeiten. Das passt scheinbar ganz gut. Die Mannschaft glaubt an sich und hat ihre Fähigkeiten, die sie in der Hinrunde nicht unbedingt unter Beweis gestellt hat. Dafür war der Kader zu groß. Das haben wir geändert.

Sport1.de: Einen unfreiwilligen Auswahl im Kader haben Sie durch die langfristige Verletzung von Tobias Willi, der weitere sechs Wochen ausfällt. Wie sind Sie gegen Aachen denn personell aufgestellt?

Neururer: Tobias Willi fehlte uns ja leider schon die letzten Wochen. Doch bis auf Willi und Maicon haben wir alle Leute an Bord, deshalb habe ich sogar das Luxusproblem, den einen oder anderen Zuhause lassen zu müssen.

Sport1.de: Wir wohl fühlen Sie sich in Ihrem neuen Zuhause beim MSV?

Neururer: Mit jedem Sieg und jedem Erfolgserlebnis fühlt man sich natürlich wohler. Bei einem Verein, der gewisse Ziele hat, und mit kurzen Wegstrecken für mich. Wenn noch der ein oder andere Sieg eingefahren wird und die Perspektiven in Richtung Erster Liga gegeben wären, würde ich mich noch wohler fühlen.

Sport1.de: Würden Sie denn auch bleiben, wenn es knapp nicht zum Aufstieg reichen würde?

Neururer: Das ist eine Entscheidung des Präsidenten bzw. des Aufsichtsrates, ob dieser in dem Fall mit mir weiterarbeiten möchte. Da muss man noch ein paar Bedingungen abklopfen, aber die Tendenz ist mit Sicherheit positiv. Im Falle eines Aufstiegs habe ich ja ohnehin noch einen Vertrag.

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