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MATTHIAS GINTER (ab 90.): Kommt für seinen verletzten Dortmunder Teamkollegen noch zu einem Kurzeinsatz. Ohne Bewertung
Diter Eilts ist seit dem 20. November 2008 Trainer bei Hansa Rostock © getty

Rene Rydlewicz stellt Trainer Dieter Eilts ein indirektes Ultimatum. Das Spiel gegen St. Pauli habe bereits Endspielcharakter.

München - Hansa Rostocks neuer Manager Rene Rydlewicz hat dem erfolglosen Trainer Dieter Eilts indirekt ein Ultimatum gestellt und ihn unter Druck gesetzt.

Die Partie am Freitag (ab 17.30 Uhr LIVE) beim FC St. Pauli sei richtungweisend für den gesamten Verein, sagte der am Samstag ins Amt gehobene Ex-Profi.

Auf die Nachfrage, ob das auch für Eilts gelte, erklärte Rydlewicz: "Es gilt für alle Beteiligten. Dies ist das wichtigste Spiel der Saison."

"Ich bin davon überzeugt, dass es Dieter Eilts schafft, am Wochenende zu gewinnen."

Der 35-jährige Rydlewicz hatte am Samstag die Nachfolge des entlassenen Managers Herbert Maronn angetreten.

Anhaltende Talfahrt

Der Rausschmiss Maronns war eine Reaktion auf die anhaltende Talfahrt, die den Klub auf den vorletzten Tabellenplatz gestürzt hat.

Neu-Manager Rydlewicz unterstrich, Eilts benötige keinen Aufpasser: "Aber ich werde immer nah dran sein, werde mich aber nicht auf die Bank setzen und auch ansonsten keine Trainerarbeit übernehmen."

Beinlich motzt über Verantwortliche

Unterdessen bemängelte Ex-Kapitän Stefan Beinlich eine eklatante Führungsschwäche beim letzten DDR-Meister. Herbert Maronn bezeichnete er als Bauernopfer. "Maronn wurde geopfert, damit die anderen Verantwortlichen weiterwursteln können", sagte der frühere Nationalspieler der "Ostseezeitung".

Weiterhin meinte er: "Hier kleben viele an ihrem Stuhl, der Verein ist ihnen nicht wichtig."

So hätte laut Beinlich auch Vereinsboss Dirk Grabow persönliche Konsequenzen aus der tiefsten Krise der Klubgeschichte ziehen müssen.

Eine Vorraussetzung

"Grabow trägt als Vorstandsvorsitzender die Gesamtverantwortung. Da beide offensichtlich versagt haben, hätten normalerweise beide gehen müssen"

Der 37-Jährige, der in der Vergangenheit in Rostock als Sportdirektor im Gespräch war, sich aber mit den Verantwortlichen überworfen hat, vermisst ein stimmiges Gesamtkonzept. "Ebenso wird Hansa nicht geführt, sondern verwaltet", sagte Beinlich.

Er kann sich weiterhin eine Funktion im Verein vorstellen - unter einer Voraussetzung: "Für mich ist die Tür offen, wenn in der Führung neue Leute kommen."

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