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Blieb in keinem der bisher sechs Spiele ohne Gegentor: Dynamo-Keeper Kirsten © getty

Tabellenschlusslicht Dresden wartet auch nach sechs Spielen auf den ersten Sieg. Doch: In Ingolstadt sieht es kaum besser aus.

Dresden - Dynamo Dresden muss weiter auf einen Befreiungsschlag in der 2. Bundesliga warten.

Nach dem schlechtesten Saisonstart der Klubgeschichte kam Dynamo im "Kellerduell" gegen den FC Ingolstadt nicht über ein enttäuschendes 1:1 (1:1) hinaus und bleibt damit Tabellenletzter.

Christoph Menz (24.) glich die Führung der Gäste durch Philipp Hofmann (11.) zwar aus, zum ersten Saisonsieg reichte es für Dresden aber nicht. (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle)

Montag neuer Trainer?

Dynamo-Sportdirektor Steffen Menze, der auch in seinem zweiten Spiel als Interimscoach sieglos blieb, will am Montag einen Nachfolger des entlassenen Trainers Peter Pacult präsentieren.

Als ein Kandidat wird Ex-Profi Olaf Janßen gehandelt, der zurzeit Co-Trainer von Berti Vogts bei der Nationalmannschafts Aserbaidschans ist.

"Es ist wichtig, dass der neue Trainer die Stärken der Mannschaft wieder auf den Platz bringt. Dann kann es in die richtige Richtung gehen", sagte Menze bei "Sky".

Auf den neuen Mann wartet eine Menge Arbeit.

Dresden engagiert

Zwar war den Dresdnern die enorme Bedeutung der Partie von Beginn an anzumerken, doch neben dem Engagement war ihr Spiel vor 22.674 Zuschauern auch von vielen Fehlern geprägt.

Zudem war Ingolstadts Torhüter Andre Weis bei seinem Ligadebüt für den Tabellenvorletzten auf dem Posten. Der 23-Jährige bewahrte sein Team in der 7. Minute mit tollen Paraden gegen Sebastian Schuppan und Anthony Losilla vor einem Rückstand. (ab 19 Uhr HIGHLIGHTS im TV auf SPORT1)

Stattdessen fiel der erste Treffer auf der anderen Seite: Stürmer Hofmann zog unbedrängt mit links ab und hatte Glück, dass der Ball vom Innenpfosten ins Tor sprang.

Nur Kirsten zeigt unbedingten Willen

Dynamo zeigte sich zunächst unbeeindruckt, nur 13 Minuten später fiel der verdiente Ausgleich.

Nach glänzender Vorarbeit von Robert Koch traf Menz zum 1:1. Danach suchte der achtmalige DDR-Meister weiter mutig den Weg nach vorne, in der Defensive war das Team aber wie schon in den Spielen zuvor anfällig.

Nach dem Seitenwechsel verflachte die Begegnung zunehmend, gelungene Spielzüge waren auf beiden Seiten Mangelware. In der zerfahrenen Partie gab es bei Dresden keinen Spieler, der das Heft in die Hand nahm.

Lediglich Torhüter Benjamin Kirsten, der zu ein paar starken Paraden gezwungen wurde, strahlte den unbedingten Siegeswillen aus. Das ideenlose Spiel ihres Teams quittierten die Fans in der 67. Minute erstmals mit lautstarken Pfiffen.

Kurz ist zufrieden

Ingolstadts Trainer Marco Kurz war dagegen zufrieden. `"Die Leistung meines Teams war sehr stabil, in der zweiten Halbzeit sogar extrem gut", sagte Kurz, der jedoch mit der mangelnden

Chancenverwertung haderte.

Bei Dynamo gefielen neben Kirsten auch Torschütze Menz und Innenverteidiger Adnan Mravac. Die Gäste aus Ingolstadt hatten in Keeper Weis und dem Brasilianer Caiuby ihre auffälligsten Akteure.

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