SPORT1-Experte Christian Beeck kritisiert den Aktionismus einiger Klubs. Köln sieht er mit Helmes als einen Aufstiegsfavoriten.

Hallo Zweitliga-Freunde,

die Zweite Liga zeigte sich auch am 6. Spieltag wiederholt von ihrer spektakulären Seite. 30 Tore konnten wir erleben, Aufholjagden beim 1. FC Union Berlin und dem VfL Bochum sowie ein 4:1 der Kölner gegen Erzgebirge Aue.

Die Überraschung des Spieltages bescherte uns der SV Sandhausen, der die Löwen mit einer Heimniederlage versorgte und gleichzeitig die dritte Trainerentlassung der noch sehr frühen Saison auslöste.

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Nachdem es in der vergangenen Woche Franco Foda vom FCK ebenfalls erwischte, lässt sich feststellen, dass die Geduld sowie das Vertrauen der Verantwortlichen in die jeweiligen Trainer nicht allzu groß gewesen sein kann.

Für meinen Geschmack und aus der Ferne betrachtet, zeugen diese Entscheidungen bis zum 6. Spieltag nicht gerade von einer kontinuierlichen Beobachtung der Gesamtsituation.

Eine klare Reflexion der fußballerischen Inhalte und deren Abläufen in den vorhandenen Fußballpausen beziehungsweise im Vorfeld dieser, würde einer nachhaltigeren Personalpolitik auf dem wichtigsten Posten eines Fußballklubs mit Sicherheit guttun.

Den Eindruck, von Aktionismus in Personalfragen aufgrund öffentlicher Unzufriedenheit und interner Kritik, hat man somit leider zu oft.

Das Tabellenbild der Liga ist nach wie vor sehr ausgeglichen. Mit zwei Siegen oder auch zwei Niederlagen kann die Welt in diesem Fall schon wieder völlig anders aussehen. Es sind also für alle Beteiligten gute Nerven gefragt. Grundvoraussetzung dafür ist die körperliche Fitness.

Die kommende Länderspielpause wird für gewöhnlich intensiv genutzt, um für die nächsten Spiele alles an Leistung abrufen zu können. Ein Auffrischen der taktisch-technischen sowie physischen Inhalte steht also im Vordergrund.

Die Nachricht der vergangenen Tage ist für mich die Verpflichtung von Patick Helmes. Der 1. FC Köln hat für mich die Problematik im Sturmbereich somit exzellent gelöst. Abzuwarten bleibt, wie schnell die Integration eines solchen Spielers stattfindet.

Ist er allerdings in allen Bereichen topfit, ist der 1. FC Köln ein Favorit für den Aufstieg. Die erste Prüfung wird dazu in 13 Tagen beim Topspiel des siebten Spieltages in Cottbus stattfinden. Ich bin sehr gespannt...

Bis dahin eine ereignisreiche Woche

Euer Christian Beeck

Christian Beeck absolvierte während seiner Profilaufbahn insgesamt 79 Bundesliga- und 88 Zweitligaspiele. Neben Union Berlin war er unter anderem für Hansa Rostock, Fortuna Düsseldorf und Energie Cottbus am Ball. Für Union und Cottbus war Beeck nach seiner aktiven Zeit als Spieler auch im Management tätig. Für SPORT1 analysiert der 41-Jährige ab dieser Saison das Geschehen rund um die Zweite Liga.

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