Der neue Trainer soll die "Löwen" in die Bundesliga zurückführen. Die häufigen Unruhen bei 1860 schrecken Funkel nicht ab.

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München - Auf gut Bairisch und mit einem Schuss Demut hat sich Friedhelm Funkel als Trainer bei 1860 München vorgestellt.

"Grüß Gott! So sagt man ja hier - und daran werde ich mich auch ganz schnell gewöhnen", sagte der Rheinländer bei seiner Präsentation als neuer Coach der Löwen am Sonntag in München.

Funkel hat bei Sechzig am Samstag einen Einjahresvertrag mit einer "leistungsbezogenen Option" auf Verlängerung unterschrieben.

Diese gilt vermutlich im Aufstiegsfall. Der 59 Jahre alte Routinier und Aufstiegsexperte, der bereits fünfmal ins Oberhaus vorrückte, soll 1860 nach zehn Jahren wieder zurück in die Bundesliga führen.

Aufstieg oberstes Ziel

"Ihr habt, wir haben hohe Ziele. Wir wollen versuchen, die Mannschaft wieder in Schuss zu bringen und versuchen, wieder in die Bundesliga aufzusteigen", sagte Funkel zu Sportdirektor Florian Hinterberger und Präsident Gerhard Mayrhofer, die ihm bei seiner Vorstellung im Teamhotel Rilano im Münchner Norden flankierten.

Er stehe beim Tabellensechsten vor einer "interessanten, aber auch schwierigen Aufgabe" und wolle mit den Löwen "erfolgreichen Fußball" sowie "nach vorne spielen", sagte Funkel.

Funkel relativiert Kritik an Ismaik

Seine jüngste Kritik am mitunter hektischen Umfeld bei 1860 und Investor Hasan Ismaik relativierte er.

"Ich habe immer gesagt, dass ich 1860 für einen Verein halte, der, wenn Ruhe ist, die Chance hat, oben mitzuspielen - mehr habe ich nicht gesagt. Man muss sich damit arrangieren und richtig damit umgehen", sagte der 59-Jährige mit Blick auf den Jordanier.

Die Zusammenarbeit mit Geldgeber Isamaik werde "wichtig sein", meinte er. Ismaik hatte der Personalie Funkel am Freitag nach einem Telefonat mit Präsident Mayrhofer zugestimmt.

"Genau der richtige Mann"

"An unserem Ziel hat sich nichts geändert, wir wollen aufsteigen", betonte der Klubboss: "Und dafür haben wir mit Friedhelm Funkel genau den richtigen Mann."

Funkel hat sich für den bisherigen U-21-Trainer der Löwen, Markus von Ahlen, als Assistent entschieden.

Ingo Seibert bleibt für den Fitnessbereich zuständig, Kurt Kowarz Torwarttrainer.

Dazu kommt auch von der U 21 Christian Holzer.

Umfeld schreckt Funkel nicht

Das häufig unruhige Umfeld schrecke ihn nicht, meinte Funkel: "Ich kenne das aus Berlin, aus Köln, auch aus Frankfurt. Damit muss man sich auseinandersetzen, damit muss man leben."

Kleinere Anpassungsschwierigkeiten zeigte Funkel, der mit Jeans und weißem Hemd erschien, nur in einer Frage:

Als er über die Heimstatt der Löwen sprach, redete er vom Olympiastadion, bemerkte seinen kleinen Fauxpas aber schnell - und korrigierte sich.

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