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Kosta Runjaic trainiert von 2004 bis 2006 die zweite Mannschaft des FCK © getty

Der neue Trainer löst den glücklosen Interimscoach Schäfer in der Pfalz ab. Seine Bewährungsprobe am Freitagabend hat es in sich.

Kaiserslautern - Ein alter Bekannter soll die Roten Teufel zurück in die Bundesliga führen: Der 1. FC Kaiserslautern hat Kosta Runjaic als neuen Trainer verpflichtet.

Der 42-Jährige kehrt nach sieben Jahren zu den Pfälzern zurück, wo er einen Vertrag bis 2015 erhält.

"Ich trete meine neue Aufgabe voller Überzeugung und mit viel Elan an", sagte Runjaic, der am Dienstag offiziell beim viermaligen deutschen Meister vorgestellt wird.

Runjaic von erfolgreicher Saison überzeugt

Der ehemalige Trainer des MSV Duisburg hatte zwischen 2004 und 2006 bereits die zweite Mannschaft des FCK betreut.

"Ich bin überzeugt dass wir es gemeinsam schaffen werden, die Grundlagen für eine erfolgreiche Saison mit den Roten Teufeln zu legen", sagte der gebürtige Wiener.

Der seit drei Spielen sieglose FCK hatte zuletzt allerdings durch peinliche Niederlagen wie beim VfR Aalen (0:4) und dem SV Sandhausen (0:1) die Aufstiegplätze aus den Augen verloren. ( 749962 DIASHOW: Aufstiegstipps der Zweitliga-Trainer )

Schäfer wird Assistent

Runjaic wird Nachfolger von Interimstrainer Oliver Schäfer, der nach fünf Spieltagen den entlassenen Franco Foda beerbt hatte, nun als Assistent von Runjaic aber wieder in die zweite Reihe rückt.

Zuletzt hatte es am Betzenberg auch Spekulationen um Heiko Vogel und Bruno Labbadia gegeben.

"Runjaic kennt die Zweite Liga"

Der Vorstandsvorsitzende Stefan Kuntz zeigte sich überzeugt, dass es in der Pfalz jetzt wieder bergauf geht:

"Kosta Runjaic kennt sowohl die Zweite Liga als auch den FCK sehr gut. Er verfügt zudem über Erfahrung in der Arbeit bei einem Traditionsverein und hat es beim MSV Duisburg geschafft, eine Mannschaft in einer schwierigen Situation neu zu formieren und in die Erfolgsspur zu bringen", so Kuntz.

Siebter Trainer der Ära Kuntz

Der als Aufstiegsfavorit gehandelte Klub war nach der blamablen Pleite am Samstag in Sandhausen (Kuntz: "Das war im Vergleich zu den Vorwochen ein Rückschritt") ins Tabellenmittelfeld der 2. Liga abgestürzt. (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle)

Schäfer, der zweimal die Verantwortung an der Seitenlinie trug und sieglos blieb, hatte sich nicht als Dauerlösung empfehlen können.

Seit seinem Amtsantritt am 8. April 2008 hatten unter Kuntz' Klubführung insgesamt sieben Trainer auf der heißen Bank der Roten Teufel gesessen.

Feuertaufe in Köln

Runjaic, der im Sommer den MSV nach dem feststehenden Zwangsabstieg verlassen hatte, wird am Freitagabend (im Live-Ticker und bei SPORT1.fm) im richtungweisenden Spiel beim 1. FC Köln sein Debüt als FCK-Cheftrainer geben.

"Wir sind sicher, dass wir mit ihm den Neustart erfolgreich gestalten werden", sagte Kuntz:

"In unseren Gesprächen vor der Einigung über die Zusammenarbeit hat er uns vollends mit seiner Art und seinen Vorstellungen überzeugt."