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MATTHIAS GINTER (ab 90.): Kommt für seinen verletzten Dortmunder Teamkollegen noch zu einem Kurzeinsatz. Ohne Bewertung
In der letzten Saison trainierte Kosta Runjaic den Zweitligisten MSV Duisburg, dem am Ende der Spielzeit die Lizenz entzogen wurde. © getty

Kosta Runjaic startet beim 1. FC Kaiserlautern mit großen Zielen. Er will so schnell wie möglich in die Bundesliga aufsteigen.

Kaiserslautern - Nur ganz kurz wurde Kosta Runjaic bei seiner Rückkehr auf den Betzenberg sentimental, dann erkannte er schnell den Ernst der Lage.

"Es kann nicht unser Anspruch sein, gegen den SV Sandhausen zu verlieren. Wir wollen aufsteigen, das ist keine Frage. Am liebsten direkt, ansonsten indirekt über die Relegation", sagte der 42-Jährige am Dienstag bei seiner Vorstellung als neuer Trainer des 1. FC Kaiserslautern.

Rückkehr an den Betzenberg

Runjaic, absoluter Wunschtrainer des Vorstandschefs Stefan Kuntz, wirkte trotz der brenzligen Situation bei den "Roten Teufeln" entspannt:

Leger und locker saß er da, den obersten Knopf seines Hemdes offen.

"Ich habe das Gefühl, dass ich ein Stück weit wieder zu Hause bin. Ich fühle mich teuflisch gut und freue mich auf die neue Herausforderung", sagte Runjaic, der zwischen 2004 und 2006 bereits die zweite Mannschaft der Pfälzer betreut hatte und nun ein gültiges Arbeitspapier bis zum 30. Juni 2016 besitzt.

Nicht zuletzt wegen seiner Verbundenheit mit dem Traditionsverein hatte sich Kuntz nach "nach sehr langen und ausgiebigen Gesprächen" für Runjaic entschieden.

Schäfer wieder in Reihe zwei

Der gebürtige Wiener, der schon am Dienstagnachmittag das erste Training mit seiner neuen Mannschaft absolvierte, tritt die Nachfolge von Interimstrainer Oliver Schäfer an.

Der 44-Jährige hatte selbst nach fünf Spieltagen den entlassenen Franco Foda beerbt und wird nach zwei Niederlagen wieder in die zweite Reihe rücken und Runjaic assistieren.

"Es ist ein Traum, einen Mitarbeiter wie Oliver Schäfer zu haben", sagte Kuntz.

Kluger Analytiker

Für Runjaic, der nach der Jahrtausendwende beim FC Barcelona hospitierte, stellt die zweite Station "Betzenberg" unterdessen den vorläufigen Höhepunkt seiner Trainerkarriere dar.

Nach seinen ersten Jahren in der Pfalz folgten Engagements beim SV Wehen Wiesbaden, dem VfR Aalen, Darmstadt 98 und zuletzt beim MSV Duisburg.

Egal wo Runjaic war, seinem Ruf als kluger Analytiker machte er stets alle Ehre.

Premiere in Köln

Viel Zeit für große Veränderungen bleibt ihm vorerst allerdings nicht.

Bereits am Freitagabend (18.30 Uhr) steht seine Feuertaufe auf der heißen FCK-Bank an, wenn die Pfälzer beim wiedererstarkten 1. FC Köln antreten( LIVE auf SPORT1.fm und im LIVE-TICKER ).

Immerhin dürfte die Favoritenrolle nach der 4:0-Gala vom Montagabend bei Energie Cottbus dann bei den Rheinländern liegen und der als großer Aufstiegsfavorit in die Saison gestartete FCK ohne Druck aufspielen.

"Köln ist doch eine gute Aufgabe, um mit der neuen Arbeit zu beginnen", sagte Runjaic. Duelle wie diese würden die 2. Liga doch erst attraktiv machen, "und wir werden alles daransetzten, etwas mitzunehmen."

Tiefpunkt Sandhausen

"Die Mannschaft hat enormes Potenzial und ist jetzt in der Bringschuld."

Die Lauterer hatten am vergangenen Samstag den vorzeitigen Tiefpunkt ihrer Krise erreicht.

Nach einer ganz schwachen Leistung verlor die Mannschaft in Sandhausen mit 0:1 und stürzte daraufhin ins Tabellenmittelfeld ab.

"Das war im Vergleich zu den Vorwochen ein Rückschritt", sagte Kuntz mit Blick auf die Vorstellung.

Mit Hoffnungsträger Runjaic hofft der Boss nun wieder auf Fortschritte.

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