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Marco Kurz folgte in Ingolstadt im Sommer auf Tomas Oral © imago

Ingolstadts Coach muss nach der verdienten Klatsche in Frankfurt um den Job bangen. Die mitgereisten Fans setzten ein Zeichen.

Frankfurt - Der FSV Frankfurt hat seine Negativserie in der 2. Bundesliga beendet und die Krise beim FC Ingolstadt verschärft.

Die Mannschaft von Trainer Benno Möhlmann setzte sich verdient mit 4:1 (2:0) gegen die Oberbayern durch und feierte damit nach zuletzt drei Spielen ohne Sieg wieder einen Dreier.

Ingolstadt liegt nach dem dritten Spiel ohne Sieg alleine am Tabellenende (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle). Nach SPORT1-Informationen darf FCI-Coach Marco Kurz aber ebenso wie auch Sportdirektor Thomas Linke zunächst weitermachen.

"Eine bodenlose Frechheit"

"Das war eine Katastrophe. Wenn man sich so präsentiert, muss man sich schämen", sagte Ingolstadts Kapitän Christian Eigler bei "sky": "Das war eine bodenlose Frechheit. Da müssen Konsequenzen folgen. So geht's nicht."

Und Linke meinte auf die Frage zur Zukunft von Trainer Marco Kurz: "Es ist ganz klar, dass wir alarmiert sein müssen. Wir müssen uns hinterfragen, ob das alles so richtig ist, was wir machen."

Leckie mit Doppelpack

Bereits am Mittwoch bekommt der FCI, der weiter auf seinen ersten Auswärtssieg in dieser Spielzeit wartet, die Gelegenheit zur Revanche: Dann treffen beide Mannschaften an gleicher Stelle in der 2. Runde des DFB-Pokals erneut aufeinander.

Matchwinner für die Hessen, die im fünften Zweitliga-Heimspiel erstmals gegen den FCI gewannen, war Mathew Leckie.

Der Australier traf zweimal (26., 53.) und bereitete das vorentscheidende 2:0 von Michael Görlitz (42.) vor.

Der eingewechselte Almog Cohen verkürzte zwischenzeitlich für die Gäste per Kopf (75.). Frankfurts Nikita Rukavytsya (87.) stellte den Endstand her (So., ab 19 Uhr HIGHLIGHTS im TV auf SPORT1) .

Roger mit Problemen

3451 Zuschauer im Frankfurter Volksbank Stadion am Bornheimer Hang sahen zunächst eine umkämpfte und zerfahrene Begegnung mit wenigen Torszenen.

Leckie erzielte mit der ersten Gelegenheit überhaupt die Führung, als er Abwehrspieler Roger austanzte und mit seinem schwachen linken Fuß aus 14 Metern vollstreckte.

Vor dem 2:0 spielte Leckie auf der linken Seite erneut Roger aus, seinen Pass in den Rücken der Abwehr verwertete Görlitz aus acht Metern (749962DIASHOW: Aufstiegstipps der Zweitliga-Trainer) .

Kalte Dusche nach der Pause

Ingolstadt, das forsch begonnen hatte, ließ im Spiel nach vorne Struktur und Zielstrebigkeit vermissen. Der junge Philipp Hofmann hatte die Chance zum Ausgleich, scheiterte aber knapp (31.).

Coach Kurz versuchte mit frühen, offensiven Wechseln, der Begegnung die erhoffte Wendung zu geben - doch schon kurz nach dem Seitenwechsel war's vorbei.

Nach der Flanke von Görlitz scheiterte Leckie zunächst an Torwart Ramazan Özcan, schoss im zweiten Versuch aber das 3:0.

Nach rund einer Stunde packten die wenigen mitgereisten FCI-Fans ihre Sachen - sie hatten genug gesehen.

Frankfurt hatte seine Besten in Leckie und Görlitz. Beim FCI erreichte nur Hofmann Normalform.

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