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Anthony Losilla (M.) kam 2012 von Stade Laval zu Dynamo © imago

Für Dresden ist das Unentschieden gegen Paderborn eine gefühlte Niederlage. Nach Janßens Blitz-Joker schockt Saglik die Sachsen.

Dresden - Das Warten geht weiter: Dynamo Dresden hat den erhofften Befreiungsschlag verpasst und bleibt als einzige Mannschaft der Zweiten Liga sieglos.

Der Traditionsklub musste sich vor rund 22.500 Zuschauern gegen den SC Paderborn mit einem enttäuschenden 2:2 (0:0) zufrieden geben. (ab 19 Uhr HIGHLIGHTS im TV auf SPORT1)

Das zweite Unentschieden im zweiten Spiel unter dem neuen Trainer Olaf Janßen - insgesamt sind es fünf Remis - war vor allem deshalb bitter, weil Dynamo bis sechs Minuten vor dem Abpfiff mit 2:1 geführt hatte.

Doch Mahir Saglik erzielte noch den Ausgleich für Paderborn. "Nach der Führung haben wir nur Richtung Uhr geschaut und gehofft, dass sie schnell abläuft. Für diese Passivität sind wir bestraft worden", sagte Janßen enttäuscht.

Breitenreiter zufrieden

Zuvor hatten der eingewechselte Mohamed Amine Aoudir mit seinem ersten Ballkontakt (63.) und Stürmer Zlatko Dedic (67.) die Gäste-Führung durch Johannes Wurtz (47.) gedreht.

SC-Coach Andre Breitenreiter konnte dagegen mit dem Punktgewinn gut leben: "Wir haben nicht aufgegeben und den Kopf nicht in den Sand gesteckt, deswegen sind wir glücklich."

Temporeiches Spiel

Die Dresdner waren von Beginn an bemüht, den ersten Saisonsieg mit Kampfkraft und Lauffreude zu erzwingen.

Die Paderborner taten den Hausherren aber nicht den Gefallen, sich in die Defensive drängen zu lassen. So entwickelte sich ein flottes Spiel, allerdings mit besseren Chancen für Dynamo.

Doch weder Robert Koch (22.), dessen Schuss den linken Pfosten touchierte, noch Idir Ouali (36.) und Dedic (42.) konnten daraus Kapital schlagen. (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle)

Schock für Dynamo

Die zweite Halbzeit begann für Dresden katastrophal: Gerade einmal 82 Sekunden waren wieder gespielt, als der im Dynamo-Strafraum völlig allein gelassene Wurtz unbedrängt Paderborn in Führung bringen konnte.

Dresden antwortete mit wütenden Angriffen und forderte nach einem heftigen Zweikampf zwischen Dedic und Patrick Ziegler vehement einen Strafstoß, den Schiedsrichter Tobias Christ (Münchweiler) aber verweigerte. (749962DIASHOW: Aufstiegstipps der Zweitliga-Trainer)

Dynamo stecke jedoch nicht auf und erkämpfte sich weitere Torchancen.

Kuriosum um Pacult

Anders als in den Spielen zuvor bewiesen die Gelb-Schwarzen Nervenstärke und schlugen mit schönen Treffern zurück. Beim Ausgleichtreffer stand die Abwehr jedoch ungeordnet.

Als beste Spieler zeichnete sich bei Dynamo neben Torschütze Aoudia - er traf 40 Sekunden nach seiner Einwechslung - auch Verteidiger Cheikh Gueye aus. Bei Paderborn gefielen Wurtz und Kapitän Markus Krösche.

Vor dem Anpfiff hatte eine Kommunikations-Panne für Heiterkeit gesorgt. Wie bekannt wurde, hatte Dynamo-Präsident Andreas Ritter dem neuen Trainer Janßen nach dem 1:1 bei Fortuna Düsseldorf per SMS zum Punktgewinn gratuliert - die Nachricht allerdings an Ex-Coach Peter Pacult abgeschickt.

"Ich kann mich nicht erinnern, dass Präsident Ritter mir jemals so eine SMS geschickt hat. Auch nicht als wir den Klassenerhalt geschafft hatten", sagte Pacult der "Bild".

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