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Trainer Thorsten Fink hat seit 2008 in Ingolstadt das Sagen © getty

Der Ex-Bayern-Profi bekommt Rückendeckung, in Rostock räumt der neue Trainer auf. Aachens Präsident wird nicht mehr kandidieren.

München - Trotz der anhaltenden Krise muss Trainer Thorsten Fink von Zweitligist FC Ingolstadt derzeit offenbar nicht um seinen Job bangen.

Nach dem 2:3 gegen 1860 München stützte FCI-Boss Peter Jackwerth den Ex-Profi vom FC Bayern: "Es gibt keine Diskussionen um das Trainerteam. Nach so einem Spiel stelle ich kein Ultimatum. Die Mannschaft lebt doch", sagte Jackwerth.

Mehr könne ein anderer Trainer "auch nicht machen".

Nach der enttäuschenden Bilanz der Rückrunde - der FCI wartet seit sechs Spielen auf einen Sieg und hat vier Spiele verloren - hatte es in der vergangenen Woche intern erstmals Kritik an der Arbeit von Fink gegeben. ad

"Man muss die Mannschaft ja kitzeln"

Jackwerth hatte vier Zähler aus den nächsten zwei Spielen gefordert, doch davon wollte er nach der Niederlage gegen die Löwen nichts mehr wissen: "Man muss die Mannschaft ja ein bisschen kitzeln, das war eine Motivationsgeschichte."

Vor dem Kellerduell beim Tabellenvorletzten Hansa Rostock forderte auch Fink die Verantwortlichen auf, "das wir jetzt nicht alles infrage stellen sollten. Ich bin von mir und meiner Mannschaft überzeugt. Wenn wir fighten wie gegen 1860, werden wir auch das nötige Glück haben."

Angesichts von Tabellenplatz 15 (zur Tabelle), mit drei Zählern Rückstand auf den 14., ist ein Sieg in Rostock für den Aufsteiger nun aber Pflicht. FCI-Sportdirektor Harald Gärtner: "Nun haben wir eben keine zwölf, sondern nur noch elf Endspiele."

Sport1.de hat weitere Meldungen aus der Zweiten Liga zusammengefasst.

Zachhuber degradiert zwei Spieler

Der neue Trainer von Hansa Rostock, Andreas Zachhuber, hat quasi mit seiner ersten Amtshandlung zwei Spieler aus dem Team befördert.

"Benjamin Lense und Assani Lukimya gehören nicht mehr zum Kader. Sie werden in der zweiten Mannschaft trainieren", sagte Zachhuber.

Er erklärte seine Entscheidung damit, dass die Spieler in der Vergangenheit keine gute Leistung gezeigt hätte. Dexter Langen, zuvor von Zachhubers Vorgänger Dieter Eilts aussortiert, darf indes wieder mit der ersten Mannschaft trainieren. Aktuell muss Langen aber eine Verletzung auskurieren.

Wehener Pokal-Prämien eingefroren

Für die Spieler von Schlusslicht SV Wehen Wiesbaden fällt der Zahltag nach dem Erreichen des DFB-Pokal-Viertelfinales deutlich knapper als erwartet aus. Auf Druck der Vereinsführung werden 40 Prozent der ursprünglich ausgehandelten Prämien eingefroren.

Die Spieler sollen die Summe erst ausgezahlt bekommen, wenn der Klassenerhalt geschafft ist. Dann soll es auch noch einen Bonus von 20 Prozent geben.

Der SVW, der über finanzielle Probleme klagt, hatte erstmals in der Vereinsgeschichte das Viertelfinale erreicht. Dort war allerdings nach dem 1:2 beim Hamburger SV Endstation. In der zweiten Liga weisen die Hessen derzeit einen Sechs-Punkte-Rückstand zum rettenden Ufer auf.

Aachen: Heinrichs zieht Kandidatur zurück

Der Verwaltungsrat von Alemannia Aachen hat offenbar Irritationen mit Vereins-Präsident Horst Heinrichs ausgeräumt.

Dies geht aus einer Pressemitteilung des Klubs vom Montag hervor. Zu den Umstimmigkeiten war es gekommen, nachdem sich der Verwaltungsrat gegen eine erneute Kandidatur Heinrichs für das Präsidentenamt im Sommer ausgesprochen hatte.

Heinrichs seien in zwei Gespräche "die Gründe detailliert dargelegt worden, die zu dem Votum des Verwaltungsrates, Herrn Prof. Heinrichs für eine erneute Präsidentschaft nicht vorzuschlagen, geführt haben", hieß es.

Heinrichs habe diese Gründe, die vereinsintern bleiben, akzeptiert: "Er erklärt jetzt, von einer Kandidatur zur Präsidentschaft Abstand zu nehmen."

Gleichzeitig bitten die Verantwortlichen der Alemannia diejenigen Vertreter der Fangemeinschaft, die bisher die Bewerbung von Heinrichs unterstützt hätten, "in fairer Form auch die vom Verwaltungsrat vorzuschlagenden Kandidaten für das Präsidium zu unterstützen".

Trojan verlässt St. Pauli

Mittelfeldspieler Filip Trojan wird seinen zum Saisonende auslaufenden Vertrag beim FC St. Pauli nicht verlängern und die Hanseaten nach zwei Jahren wieder verlassen.

"Wir hätten gern mit Filip verlängert, aber er hat sich gegen uns entschieden. Wir sind bereits auf der Suche nach einem Nachfolger", sagte St. Paulis Sportchef Helmut Schulte und bedauerte den Abgang des Leistungsträgers.

Trojan, der 2007 vom VfL Bochum zu den Hamburgern gekommen war, möchte zur kommenden Saison möglichst wieder in die erste Liga zurückkehren, um seine Chancen auf einen Einsatz in der tschechischen Nationalmannschaft zu verbessern. Der zukünftige Klub des 26-Jährigen steht allerdings noch nicht fest.

Kaya plagt Innenbanddehnung

Mittelfeldspieler Markus Kaya von Rot-Weiß Oberhausen hat sich im Auswärtsspiel bei der Spielvereinigung Greuther Fürth (1:3) eine Innenbanddehnung im Sprunggelenk des rechten Fußes zugezogen.

Kaya muss bis Mitte der Woche eine Trainingspause einlegen.

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