vergrößernverkleinern
Marcel Risse (l.) wechselte im Sommer aus Mainz nach Köln © getty

Nach seinem goldenen Treffer im Pokal ist der ehemalige Mainzer erneut der Matchwinner. Köln lässt auch eine Verzögerung kalt.

Aalen - Der 1. FC Köln ist neuer Tabellenführer der 2. Bundesliga.

Das noch ungeschlagene Team von Trainer Peter Stöger gewann am Freitagabend beim VfR Aalen 1:0 (1:0) und verdrängte mit nun 17 Zählern den punktgleichen Bundesliga-Absteiger SpVgg Greuther Fürth zumindest bis Montag von der Spitze (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle).

Das Kleeblatt trifft zum Abschluss des 9. Spieltages auf Dynamo Dresden.

Am Samstag könnte auch Union Berlin nach Punkten mit dem Führungsduo gleichziehen, hat dabei aber das deutlich schlechtere Torverhältnis. Aalen ist mit zwölf Zählern Tabellenachter.

Risse entscheidet die Partie

Vor 8718 Zuschauern erzielte Kölns Neuzugang Marcel Risse (32.) den einzigen Treffer einer kampfbetonten Partie, die wegen eines erhöhten Fanaufkommens zehn Minuten später angepfiffen worden war (Fr., ab 22.15 Uhr HIGHLIGHTS im TV auf SPORT1).

"Aalen ist eine sehr unangehme Mannschaft. Es war ein dreckiger Sieg. Es ist gut, dass wir oben stehen. Dort wollen wir uns festbeißen", sagte Risse bei "sky" und meinte zu seinem Tor: "Es war ein überragender Pass von Daniel Halfar, der kommt genau in den Fuß. Ich muss ihn nur noch reinschieben."

Aalens Trainer Stefan Ruthenback ärgerte sich hingegen über die schwächere erste Halbzeit seiner Mannschaft.

"Da haben wir zu viele Chancen zugelassen, das 0:1 war folgerichtig. In der zweiten Halbzeit haben wir es offen gehalten", meinte der VfR-Coach: "Um was mitzunehmen, waren wir aber nicht zwingend genug. Köln ist der verdiente Sieger."

FC dominiert

Köln trat zu Beginn auf wie eine Heimmannschaft: Das Aalener Mittelfeld wurde früh attackiert, die eigenen Angriffe mit guten Stafetten zum Abschluss gebracht.

Risse (10.) und Daniel Halfar (13.) scheiterten knapp aus der Distanz.

Der Gastgeber fand nur langsam ins Spiel, wurde dann aber stärker. Mitten in die Aalener Drangphase traf Risse nach feinem Zuspiel von Halfar zur Führung.

Aalen verzweifelt an FC-Defensive

Aalen investierte im zweiten Durchgang mehr und entfachte viel Druck.

Das Team von Ruthenback verzweifelte jedoch an der besten Defensive der Liga, die bisher erst vier Gegentore hinnehmen musste (749962DIASHOW: Aufstiegstipps der Zweitliga-Trainer) .

Die Kölner stellten ihre Offensivbemühungen fast komplett ein und hatten nur durch den eingewechselten Kacper Przybylko noch eine nennenswerte Möglichkeit (80.). Aalens Schlussoffensive wurde nicht belohnt.

Aufseiten der Kölner bestätigte Risse, der bereits unter der Woche das Pokalspiel beim FSV Mainz 05 entschieden hatte (1:0), seine starke Form, auch Halfar gefiel. Beste Aalener waren Leandro und Oliver Barth.

teilentwitternE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel