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Sanibal Orahovac (r.) verschoss beim Dtand von 0:0 einen Elfmeter © imago

Für den SV Wehen Wiesbaden wir die Luft im Abstiegskampf immer dünner. In Mainz hält sich derweil die Freude in Grenzen.

Wiesbaden - Sechs Pleiten in Folge, neun Punkte Rückstand auf einen Nichtabstiegsplatz und nur drei magere Tore im Jahr 2009:

Beim SV Wehen Wiesbaden gehen nach dem 0:2 (0:1) im Derby gegen Aufstiegsaspirant FSV Mainz 05 die Lichter aus.

Trainer Wolfgang Frank wollte vor dem Abstiegsendspiel beim FSV Frankfurt am Freitag (ab 17.45 Uhr LIVE) die Hoffnung noch nicht aufgeben.

Doch er sieht sich selbst immer noch als idealen Retter der Taunussteiner.

Frank gibt sich kämpfersich

"Ich habe noch nie aufgehört bei einer Mannschaft, die in einer schlechten Situation war. Das wird auch hier nicht passieren. Ich denke, wir werden das schon klären. Es werden insgesamt nicht so viele klären können außer mir", sagte Frank.

Der Trainer hält den Klassenerhalt zehn Spieltage vor Saisonende trotz der Misere weiter für möglich:

"Viele haben uns schon abgeschrieben, vielleicht ist das gar nicht so schlecht. Ich sehe nach wie vor eine reelle Chance, die Klasse zu halten."

Vergebener Elfer bezeichnend

Größtes Problem der Wehener bleibt in der laufenden Saison die mangelnde Chancenverwertung. Spielerisch waren die Gastgeber den Mainzern über weite Strecken mindestens ebenbürtig, doch der von Sanibal Orahovac verschossene Elfmeter beim Stand von 0:0 (21.) brach der Frank-Elf das Genick.

"Vielleicht müssen wir angeschossen werden, dann geht der Ball auch mal rein", flüchtete sich Wehens Angreifer Ronny König in Galgenhumor.

Schlüsselspiel in Frankfurt

Um noch einmal ernsthaft in das Rennen um den Klassenerhalt eingreifen zu können, muss der Tabellenletzte am Freitag unbedingt das Gastspiel beim wiedererstarkten FSV Frankfurt gewinnen. Bei einer weiteren Niederlage wäre die ohnehin schon angekratzte Moral der Wehener endgültig gebrochen.

"Ich werde alle Hebel in Bewegung setzen, damit wir in Frankfurt gewinnen. Bis Freitagabend werden wir die entsprechenden Maßnahmen greifen. Dann wird irgendwann der Knoten platzen", sagte Frank.

Keine Euphorie in Mainz

Unterdessen hielt sich bei den Mainzern nach dem Sprung auf den zweiten Tabellenplatz durch die Treffer von Elkin Soto (37.) und Srdjan Baljak (90+2) die Euphorie in Grenzen.

Die spielerisch über weite Strecken enttäuschende Leistung der Rheinhessen gab auch kaum Anlass, groß über die mögliche Rückkehr in die Bundesliga zu reden.

"Einiges zu verbessern"

"Normalerweise hätten wir ganz große Umwege nach Hause fahren und die Mannschaft sich dabei das ganze Spiel nochmal angucken müssen", sagte 05-Manager Christian Heidel.

"Wir haben die drei Punkte, die sehr wichtig sind. Über das Spiel muss man sich intern noch mal Gedanken machen, weil es da einiges zu verbessern gibt. Immer so viel Glück haben wir nicht."

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