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"Verfluchter" Sieg? In der Hinrunde schlugen Kevin Schindler und Hansa Koblenz 9:0 © imago

In den Freitagsspielen geht es für Rostock und Wehen fast schon um alles. Hansa will den Fluch aus der Hinrunde besiegen.

Von Thorsten Mesch

München - Der Auftakt des 25. Spieltags (Fr., ab 17.45 Uhr LIVE) steht ganz im Zeichen des Abstiegskampfes.

Schlusslicht SV Wehen Wiesbaden muss beim wieder erstarkten FSV Frankfurt (14.) unbedingt gewinnen, um im Kampf um den kaum noch möglichen Klassenerhalt überhaupt noch im Auge zu behalten.

Der seit sieben Spielen sieglose Vorletzte Hansa Rostock muss bei der ebenfalls abstiegsbedrohten TuS Koblenz antreten.

Die Mannschaft von Trainer Uwe Rapolder kletterte dank eine starken Rückrunde bis auf Platz 13, steckt aber immer noch im Abstiegskampf.

Im dritten Spiel des Abends empfängt Rot-Weiß Oberhausen den abstiegsbedrohten VfL Osnabrück.

Die Informationen zu den Freitagsspielen des 25. Spieltags:

TuS Koblenz - Hansa Rostock

Nach zuvor vier Siegen in Folge musste sich Koblenz zuletzt in Kaiserslautern mit 1:2 geschlagen geben.

Mindestens genauso wie Niederlage in der Pfalz dürfte die Koblenzer aber die 0:9-Schlappe im Hinspiel in Rostock wurmen.

Talfahrt nach 9:0 im Hinspiel

Für Hansa begann nach dem historischen Heimsieg am 19. Oktober eine rasante Talfahrt, die mit dem Absturz auf einen Abstiegsplatz und der Entlassung von zwei Trainern endete.

Beim 9:0 gegen Koblenz war Frank Pagelsdorf Coach der Mecklenburger, im November übernahm Dieter Eilts das Ruder der Hansa-Kogge. Doch auch Eilts ist längst entlassen und mit Andreas Zachhuber kehrte ein Urgestein des Vereins auf die Bank zurück.

Seit sieben Spielen ohne Sieg

Doch auch bei Zachhubers Comeback gegen Ingolstadt kamen die Rostocker nicht über ein 1:1 hinaus. Seit sieben Spielen warten die Norddeutschen nun schon auf einen Sieg.

Mit "Leidenschaft und Kämpferherz", wie Mario Fillinger es ausdrückte, soll endlich wieder ein Erfolgserlebnis her. Ob dies allerdings ausgerechnet im Stadion Oberwerth gelingt, ist fraglich.

Hansa mit großen Personalproblemen

Koblenz gewann seine letzten beiden Heimspiele jeweils mit 3:0, Hansa holte zuletzt auswärts aus sieben Spielen nur einen Zähler.

Zudem sind die Rostocker von Verletzungssorgen geplagt. Insgesamt neun Spieler fehlen verletzungsbedingt, darunter Kapitän Martin Retov und Innenverteidiger Diego Morais, der sich im letzten Training vor der Abreise eine Knieverletzung zuzog.

Der erkrankte Stammkeeper Jörg Hahnel soll der Mannschaft nachreisen. Ob er spielen kann, entscheidet sich kurzfristig.

FSV Frankfurt - SV Wehen Wiesbaden:

Frankfurt, das mit 14 Zählern das drittbeste Team der Rückrunde ist, feierte zuletzt vier Heimsiege ohne Gegentor.

Mit 27 Punkten rangieren die Hessen auf Platz 14, sieben Punkte vor einem direkten Abstiegsplatz und zehn Zähler vor Wehen. Doch bis auf Relegationsrang 16 sind es nur drei Zähler.

"Brauchen noch neun bis zehn Punkte"

"Wir brauchen noch neun bis zehn Punkte, um unser großes Ziel zu erreichen", sagt Teamchef Tomas Oral. "Das ist ein Spiel, aus dem wir die Punkte brauchen und dafür müssen wir alles tun. Wer nur mit 90 Prozent ins Spiel geht, wird eines Besseren belehrt."

Sead Mehic fehlt bei Frankfurt wegen einer Gelbsperre.

Zweites Nachbarschaftsduell in fünf Tagen

Wehens Trainer Wolfgang Frank muss neben dem wegen einer Roten Karte gesperrten Kristjan Glibo auf Benjamin Siegert (Innenbandanriss), Fabian Schönheim (Schambeinentzündung) und Levan Tskitishvili (Muskelfaserriss) verzichten.

Für Wehen ist die Partie das zweite Nachbarschaftsduell innerhalb von fünf Tagen. Nach dem Montagabend-Derby gegen Mainz (0:2) geht es in die knapp 40 km entfernte Commerzbank Arena. Allerdings sind nur etwa 250 Gästetickets verkauft worden.

"Wir müssen eine ähnliche Leistung abrufen, wie am Montag und mit der gleichen Konsequenz zu Werke gehen", fordert Frank. Wehen kassierte zuletzt sechs Niederlagen in Serie, die jüngsten vier ohne eigenen Treffer.

Rot-Weiß Oberhausen - VfL Osnabrück:

Oberhausen ist zu Hause seit vier Partien ungeschlagen (drei Siege, ein Unentschieden). Mit 34 Punkten sind die Niederrheiner als Tabellen-Achter näher an der Aufstiegs- als an der Abstiegszone.

Osnabrück verbesserte sich durch den 5:1-Heimsieg gegen Fürth vom 16. auf den 15. Platz, doch hat der VfL seine letzten drei Auswärtsspiele verloren. In jedem ihrer bislang elf Begegnungen auf fremden Plätzen kassierte die Mannschaft von Trainer Claus-Dieter Wollitz mindestens ein Gegentor.

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