vergrößernverkleinern
Holger Fach startete seine Trainerkarriere 2003 bei Rot-Weiss Essen © getty

Augsburg holt am Millerntor einen Punkt. Das Thema bleibt der Trainer. Einen Kommentar kann sich Holger Fach nicht verkneifen.

Von Jürgen Blöhs

Hamburg - Da holte der FC Augsburg einen Punkt bei der zweitstärksten Heimmannschaft der Zweiten Liga, aber der Punkt für die abstiegsgefährdeten Schwaben geriet zur Nebensache.

Die Meldung, dass der Vorstand des FC Augsburg in der vergangenen Woche Trainer Holger Fach bis zu Saisonende das Vertrauen ausgesprochen hatte und quasi im selben Atemzug die anschließende Trennung verkündet hatte, schlug hohe Wellen.

"Nichts als Unruhe"

"Natürlich geht das an keinem spurlos vorüber, wenn im Umfeld eines Vereins irgendetwas geschieht", beschrieb Fach auf Nachfrage von Sport1.de vorsichtig das Geschehen.ad

"Ich will das nicht kommentieren", erklärte der Trainer. Stattdessen ließ er nur Fragen zum Spiel zu. "Ich habe die Entscheidung nicht getroffen."

Doch schweigen konnte der 46-Jährige dann doch nicht: "Da spielen wir die beste Vorrunde, die der Klub je erlebt hat, und in der Winterpause ist nichts als Unruhe."

Der fünfmalige Nationalspieler beneidet seinen Kollegen Holger Stanislawski um dessen Job: "Das Publikum ist fantastisch. Die Mannschaft spielte einen guten Fußball. Hier wächst etwas heran."

Den Sieg erhofft, den Punkt

Fach wollte keineswegs einen Punkt ermauern, sondern bei Orkan-Böen mit offensiver Ausrichtung die Festung Millerntor stürmen.

"Wie Rostock es in der ersten Halbzeit gezeigt hat", beschreibt Michael Thurk, der das Spiel nach vorn treiben sollte, die geplante Marschrichtung.

Thurk, der hinter den Spitzen Sandor Torghelle und Imre Szabics auflief, stand erstmals seit dem Hinspiel gegen den FC St. Pauli von Beginn an auf dem Platz.

"Den Punkt haben wir uns verdient", befand Thurk und fügte an: "Wir haben gezeigt, dass wir eine Mannschaft sind."

"Schon in der Winterpause hochgekocht"

Eine Belastung mochte der Ex-Frankfurter nicht erkennen. Stattdessen konnte Thurk im Gespräch mit Sport1.de der Situation auch etwas Positives abgewinnen: "Endlich herrscht Klarheit".

"Das ist doch schon in der Winterpause hochgekocht. Da gewinnt man vor der Winterpause fünf Spiele in Folge, und dann wird in der Winterpause alles in Frage gestellt", führte Thurk aus.

Das Ergebnis ist bekannt: Der FC Augsburg hat in diesem Jahr noch kein Spiel gewonnen und stürzte vom sechsten auf den elften Rang ab ? mit Blick nach unten.

"Wir steigen nicht ab"

Kein Grund zur Unruhe für Fach, der den Klub am letzten Spieltag der vergangenen Saison vor dem Abstieg gerettet hatte.

"Wir steigen nicht ab, das garantiere ich. Wir werden das gesetzte Ziel erreichen", verspricht der ehemalige Profi, der in 416 Bundesligaspielen 67 Tore erzielte..

Wann kommt Luhukay?

Aber wird Fach das Saisonende auf der Bank des FCA erleben? Manager Andreas Rettig bestätigte bereits weit fortgeschrittene Gespräche mit Jos Luhukay - und der Ex-Trainer von Borussia Mönchengladbach könnte sofort beginnen.

"Ich kann hier nichts ausschließen", weiß Fach, aber, "ich werde auf jeden Fall weiter hart arbeiten, bis zum letzten Spieltag. Und dann geh' ich nach Hause."

Zum Forum - hier mitdiskutieren!Zurück zur Startseite

teilentwitternteilenE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel