vergrößernverkleinern
Kampf mit harten Bandagen: Daniel Schwab (l.) und Christian Eigler © getty

Kurz vor Ende stellt der FCN in Freiburg den Spielverlauf auf den Kopf. Ein Einwechsel-Spieler schießt das entscheidende Tor.

Freiburg - Der Angstgegner hat wieder zugeschlagen: Spitzenreiter SC Freiburg ist im Aufstiegsrennen aus dem Tritt geraten und kann in der zweiten Liga gegen den 1. FC Nürnberg einfach nicht gewinnen.

Im Topspiel des 25. Spieltags verlor das Team von Trainer Robin Dutt gegen den Club 0:1 (0:0) und kassierte im achten Zweitliga-Duell mit den Franken die achte Niederlage.

Mann des Abends war Dario Vidosic: Der erst Sekunden zuvor eingewechselte Stürmer erzielte in der 83. Minute das goldene Tor. Für den Australier war es der erste Zweitliga-Treffer.

Während die Breisgauer nach dem zweiten sieglosen Spiel in Folge noch vier Punkte vor dem Relegationsplatz liegen, verkürzte der seit fünf Begegnungen ungeschlagene FCN den Rückstand auf den Tabellendritten FSV Mainz 05 auf vier Zähler.

"Das waren drei Punkte, die uns unglaublich gut tun", freute sich FCN-Coach Michael Oenning. "Aber erreicht haben wir noch nichts, wir hängen immer noch zurück - jetzt müssen wir weiter machen."

Robin Dutt richtete den Blick direkt nach der Partie wieder nach vorn. "Jetzt haben wir zwei Wochen Zeit, mentale Aufbauarbeit zu leisten. Wenn man zwei Spiele nacheinander verliert, dann gehen gewisse Dinge im Kopf vor, die man bearbeiten muss."

Starke Anfangsphase des FCN

Vor 19.000 Zuschauern offenbarten die Gastgeber, die ohne Yacine Abdessadki (gesperrt), Pavel Krmas (Oberschenkelverletzung) und Jonathan Jäger (Muskelfaserriss) auskommen mussten, in der Anfangsphase einige Schwächen in der Defensive.

Die überlegenen Nürnberger konnten die Abwehrfehler der auch im Spiel nach vorne schwachen Freiburger aber nicht nutzen.

Erst nach rund 20 Minuten kamen die Breisgauer etwas besser in die Partie, die Unsicherheiten in der Defensive setzten sich aber fort.

Wende nach der Pause

Den Gästen, bei denen Peer Kluge (Rückenprobleme), Marcel Risse (Adduktorenprobleme) und Mike Frantz (Oberschenkelprellung) nicht auflaufen konnten, fehlte es aber an der Durchschlagskraft.

Die besten Chancen vor der Pause vergaben Christian Eigler (36.) und Isaac Boakye (44.).

Nach dem Seitenwechsel wendete sich das Blatt: Freiburg nahm mehr und mehr das Heft in die Hand.

Wenig gute Chancen

Allerdings blieben hochkarätige Chancen Mangelware.

Marek Mintal auf Seiten der Nürnberger (48.) und der Freiburger Julian Schuster per Freistoß (70.) nutzten die besten Möglichkeiten nicht.

Beste Spieler auf Seiten der Gastgeber waren Ivica Banovic und Kapitän Heiko Butscher. Bei den Franken überzeugten vor allem Marek Mintal und Abwehrchef Andreas Wolf.

Zum Forum - hier mitdiskutieren!Zurück zur Startseite

teilentwitternE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel