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Karl-Heinz Rummenigge ist seit 2002 Vorstandsvoritzender der FC Bayern München AG © getty

1860 München grübelt, wie man aus der teuren Allianz Arena ausziehen kann. Bayern-Vorstand Rummenigge schiebt einen Riegel vor.

München - In der Diskussion um den Auszug des TSV 1860 München aus der Münchner Allianz Arena hat Karl-Heinz Rummenigge vom FC Bayern München weiteres Entgegenkommen ausgeschlossen.

"Es ist ein klarer Vertrag abgeschlossen, der zugunsten des TSV 1860 schon absolut verbessert wurde", sagte der Vorstandsvorsitzende des Rekordmeisters.

"Wir haben große Zugeständnisse gemacht - dementsprechend ist unsere Gesprächsbereitschaft damit erledigt", machte Rummenigge unmissverständlich klar.

Er fügte an: "Wenn 1860 glaubt, sie könnten ausziehen, ohne irgendwelche Dinge zu ersetzen, dann sind sie sehr naiv".

Es sei aber klar, dass das Angebot stehe: "Wenn man gewillt ist, den dadurch entstehenden Schaden zu ersetzen, sind wir bereit, darüber zu diskutieren." ad

Auszug nur gegen Schadenersatz

Den Schaden, der durch die frühzeitige Auflösung des bis 2025 laufenden Vertrags mit 1860 entstehen würde (1860 prüft Arena-Auszug), schätzt Rummenigge auf eine Summe im achtstelligen Bereich.

5,3 Millionen Euro müssen die Löwen derzeit jährlich an Miete aufbringen. Bei einer Laufzeit von noch 16 Jahren sind dies knapp 85 Millionen Euro, die die Sechziger bei einem Verbleib in der Arena bis 2025 an die Bayern zahlen müssten.

Drei Optionen für die "Löwen"

Die "Löwen", die eigens eine Projektgruppe "Stadionzukunft" gegründet haben, prüfen derzeit einen Auszug aus dem ungeliebten Stadion.

Der Umbau des Traditions-Stadions an der Grünwalder Straße, ein Umzug zurück in das Olympiastadion oder gar in den Sportpark Unterhaching wurden als mögliche Alternativen genannt.

Mit den Bayern haben die Sechziger über die Pläne noch nicht gesprochen. "Es haben noch keine Gespräche stattgefunden. Wir haben die Dinge aus der Zeitung erfahren", sagte Rummenigge. Die Bayern seien "den Stil von 1860" aber schon gewohnt.

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