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Christian Rahn spielt seit 2006 für den FC Hansa Rostock © getty

In Rostock wollen sich zwei Aufstiegsanwärter in eine gute Ausgangsposition bringen. Duisburg und Mainz sinnen auf Wiedergutmachung.

Von Jan Happle

München ? In Rostock kommt es am zweiten Spieltag (So., ab 13.45 Uhr LIVE) beim Aufeinandertreffen des FC Hansa mit Alemannia Aachen zu einer frühen Standortbestimmung zweier Aufstiegskandidaten. Aachen liegt nach dem 2:1 gegen Wehen Wiesbaden schon auf Kurs.

Die Rostocker stehen trotz guter Leistung beim Saisonauftakt in Duisburg schon unter Druck: "Schon im Heimspiel gegen Aachen muss ein Sieg her, sonst ist das 2:2 von Duisburg nichts wert", sagt Hansa-Verteidiger Christian Rahn.

Rostock mit schwerem Start

Die Rostocker haben ein schwieriges Anfangsprogramm erwischt. Wird es nichts mit dem Heimsieg gegen Aachen, droht ein Fehlstart. Denn die nächsten Begegnungen gegen Freiburg und Mainz werden für Hansa bestimmt nicht leichter.

Trainer Frank Pagelsdorf will sich "mit solchen negativen Gedanken nicht beschäftigen". Auch Neuzugang Mario Fillinger sieht den schweren Auftakt eher positiv: "Das sind alles Mannschaften, die aufsteigen wollen. Da weiß man gleich, wo man steht."

Aachen baut auf Auer

In Aachen ist das Selbstbewusstsein nach dem ersten Sieg ebenfalls groß. Angreifer Benjamin Auer kündigt nach seinem Doppelpack im DFB-Pokal und dem Treffer gegen Wehen eine weitere Steigerung seines Teams an: "Es sind noch 33 Spiele. Wir können noch mehr".

Sorgen macht Jürgen Seeberger derzeit nur die Personallage im Mittelfeld. Neben Cristian Fiel droht auch Reiner Plaßhenrich gegen Rostock auszufallen.

Die weiteren Sonntagspartien im Überblick:

1860 München - FSV Mainz 05

Bei 1860 München kehrt nach dem Wirbel um Berkant Göktan endlich wieder etwas Ruhe ein. Der Hoffnungsträger der "Sechziger" wird nach seinem "Erschöpfungssyndrom" am Montag wieder ins Training einsteigen. Damit haben auch die Spekulationen um eine mögliche psychische Erkrankung des Türken endlich ein Ende.

Gegen Mainz wird der Torjäger aber noch nicht zum Aufgebot gehören. U-19-Europameister Timo Gebhardt soll noch nicht in der Startformation ran. "Es ist Fakt, dass Timo kein gestandener Spieler ist", sagt Trainer Marco Kurz. Er werde nicht den Fehler machen, dem Youngster zu viel Druck aufzulasten. Kurz dürfte eher wie gegen Freiburg, auf Danny Schwarz setzen.

In Mainz gibt sich Trainer Jörn Andersen nach dem ernüchternden 3:3 gegen Kaiserslautern kämpferisch: "Ich habe keine Angst vor starken Teams", sagt der Norweger. Gegen München will man die Fehler, die man nach der 3:0 Halbzeitführung gegen die Pfälzer begangen hat, nicht noch einmal machen: "In der zweiten Halbzeit im Spiel gegen Kaiserslautern fiel uns das schnelle Umschalten von Defensive auf Offensive sichtlich schwer, aber diese Woche haben wir hart daran gearbeitet."

SV Wehen Wiesbaden - MSV Duisburg

Für Absteiger MSV Duisburg ist ein Sieg bei Wehen Wiesbaden Pflicht. "Dort holen wir uns die gegen Rostock liegen gelassenen Punkte wieder zurück", sagt Trainer Bommer.

Sportdirektor Bruno Hübner mahnt zwar, den Gegener nicht zu unterschätzen. Dennoch ist er "guter Dinge, wenn unser Team spielt wie gegen Rostock".

Doch Wehen ist nach der Niederlage in Aachen ebenfalls unter Erfolgsdruck. Fehlen wird den Hessen voraussichtlich Verteidiger Kristjan Glibo, der mit Knieproblemen zu kämpfen hat.

FC Augsburg - Rot-Weiss Ahlen

Nach der 1:2-Niederlage beim 1. FC Nürnberg sieht Trainer Holger Fach dem Augsburger Heimauftakt der Augsburger optimistisch entgegen. Das Spiel gegen Ahlen stehe unter einem ganz anderen Vorzeichen. Vor allem die Rückkehr von Torhüter Sven Neuhaus und Abwehrspieler Ingo Hertzsch, die nach ihrem Zusammenstoß in Nürnberg ins Team zurückkehren, gibt dem 46?Jährigen Hoffnung.

Der Trainer erwartet einen defensiv eingestellten Aufsteiger, bei dem man "höllisch auf die Konter aufpassen muss".

Nach dem gelungenen Auftakt gegen den FSV Frankfurt werden die Ahlener wohl nur eine Position umstellen: "Die Mannschaft hat gewonnen, vorne links lief es jedoch nicht zufrieden stellend", sagte Co-Trainer Bernd Heemsoth.

Rot-Weiß Oberhausen - FC Ingolstadt

Nach dem 0:3 bei der TuS Koblenz ist man in Oberhausen wieder auf dem Boden der Tatsachen angekommen. Gegen Mitaufsteiger Ingolstadt sollen trotzdem die ersten Punkte folgen.

"Wenn wir daraus lernen, hat die heftige Niederlage eine positive Seite", meinte Trainer Jürgen Luginger vor der Heimpremiere.

Bei Ingolstadt kehrt Malte Metzelder nach überstandener Knochenverletzung im Schienbein wieder ins Team zurück. Thorsten Fink fordert trotz des 3:2-Heimsieges gegen Fürth eine Steigerung seiner Mannschaft: "Wir hatten gute Szenen, aber wir müssen einfach besser spielen."

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