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Lewis Holtby kam 2004 von Borussia Mönchengladbach nach Aachen © imago

Alemannia Aachen versucht mit allen Mitteln, das umworbene Talent zum Bleiben zu überreden. Uli Hoeneß wettert gegen die "Löwen".

Zusammengestellt von Felix Götz

München - Lewis Holtby (Spielerportrait) von Alemannia Aachen gilt als eines der größten Talente im deutschen Fußball - und wird genau deshalb von vielen Klubs gejagt.

Neben Bayer Leverkusen war auch der FC Schalke 04 an dem 18-Jährigen interessiert. Den Königsblauen hat Holtby inzwischen abgesagt. Dennoch plagen die Alemannen Verlustängste.

Um den Stürmer, dessen Kontrakt bis 2010 läuft, zu einer vorzeitigen Vertragsverlängerung zu bewegen, streicht Alemannia-Trainer Jürgen Seeberger dem U-19-Nationalspieler die Vorteile eines Verbleibs in Aachen heraus.

"Bei uns kann er sich wegen der großen Einsatzwahrscheinlichkeit hervorragend weiterentwickeln. Bei einem Erstligaklub würde er vielleicht nicht ganz so häufig spielen und in seinem Leistungsniveau stagnieren", riet Seeberger via "kicker".

Das Angebot steht

Ähnlich sieht es auch Sportdirektor Andreas Bornemann: "Wir haben ihm und seinem Berater in vielen, vielen Gesprächen mitgeteilt, dass wir der richtige Verein für ihn wären."

Nun liegt es an Holtby, die richtige Entscheidung für seine Zukunft zu treffen. Noch hält sich der Mann bedeckt, der in dieser Saison bisher mit fünf Toren und sechs Vorlagen glänzte.

Bader soll verlängern

Es ist noch gar nicht so lange her, dass es so aussah, als ob der 1. FC Nürnberg und Manager Martin Bader bald getrennte Wege gehen würden.

Aber jetzt, wo Bader auch als neuer Manager bei Hannover im Gespräch ist, soll der 41-Jährige seinen bis 2010 laufenden Vertrag vorzeitig verlängern.

Nach Informationen des "kicker" will der Club dem gebürtigen Schwaben bereits in der kommenden Woche ein Angebot vorlegen.

Bader hält sich allerdings noch bedeckt. Er hat die Kritik von Präsident Michael A. Roth noch nicht vergessen.

"Ich habe hier schon alle Höhen und tiefen mitgemacht, das war mir aber zu ergebnisorientiert. Und mir ist auch klar, dass die Wellen der Kritik jederzeit wiederkehren können", sagte der frühere Leiter der Fußball-Abteilung von Hertha BSC Berlin.

Zachhuber kritisiert, Wächter fehlt

Die sportliche Talfahrt von Hansa Rostock nahm zuletzt auch unter dem neuen Trainer Andreas Zachhuber kein Ende.

Zwei Punkte aus zwei Partien sind angesichts von sechs Punkten Rückstand auf das rettende Ufer eindeutig zu wenig.

Jetzt kritisierte Zachhuber im "kicker" die Einkaufspolitik des Vereins: "Ein zentraler Grund für Hansas Erfolg war lange die außerordentlich gute Personalpolitik. Das war zuletzt nicht mehr der Fall, und das kann man sich als wirtschaftlich limitierter Verein nicht leisten."

Davor, dass an der Ostsee bei einem möglichen Abstieg alles auseinanderbrechen könnte, hat der 46-Jährige keine Angst.

"Wenn es dazu kommen sollte, müssen wir gut vorbereitet sein, denn auch die Dritte Liga wird kein Selbstgänger", warnte Zachhuber.

Der Trainer muss zudem weiterhin auf Torhüter Stefan Wächter verzichten. Der Schlussmann hat sich einen Innenmeniskus-Riss im rechten Knie zugezogen.

Im April 2008 hatte sich Wächter bereits das Kreuzband und den Außenmeniskus im rechten Knie gerissen. Vor vier Wochen wurde er an der Patellasehne im linken Knie operiert. In dieser Spielzeit hat er noch keine Partie bestritten.

Hoeneß wettert gegen "Löwen"

Das Verhältnis zwischen dem FC Bayern und 1860 München ist offenbar völlig zerrüttet. (Bayern macht 1860 Strich durch die Rechnung)

Bayern-Manager Uli Hoeneß stößt es bitter auf, dass die "Löwen" ihm für seine Rettungsaktion nicht dankbar sind und will deshalb nichts mehr von einer Kooperation wissen.

"Ohne unsere Hilfe gäbe es den TSV 1860 in dieser Form gar nicht mehr. Als sie am Boden waren, haben wir die mit unserer Finanzspritze von zehn Millionen Euro vor der Insolvenz gerettet", wetterte der 57-Jährige gegenüber des "Münchner Merkur"

Auf eine Versöhnung zwischen dem Stadion-Besitzer Bayern München und Stadionmieter 1860 kann man demnach wohl lange warten.

"Ich habe leider erkennen müssen, dass es überhaupt keinen Sinn macht, mit bestimmten Leuten zu kooperieren. Und das haben bei 1860 einige Leute nicht verdient, die müssen sich um ihren Mist selber kümmern", schimpfte Hoeneß.

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