vergrößernverkleinern
Benno Möhlmannn ist bereits zum dritten Mal Trainer in Fürth © getty

Mit einem Sieg in Aachen kann Fürth Freiburg zumindest für 24 Stunden überflügeln. Kaiserslautern muss gegen Oberhausen ran.

Von Tobias Schröter

München - Nichts ist verlockender als die (Tabellen-)Spitze.

Und eben dort will die SpVgg Greuther Fürth hin. Mit einem Sieg am Sonntag in Aachen könnten die Franken den zuletzt strauchelnden Tabellenführer SC Freiburg zumindest für einen Tag vom Gipfel stoßen und somit weiter unter Druck setzen. (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle)

Der SC spielt nämlich erst am Montag gegen Rot-Weiß Oberhausen. Fürth hat gegen Alemannia Aachen (So., ab 13.45 Uhr LIVE) eine lösbare, aber schwere Aufgabe.

Die Alemannen meldeten sich nach drei Niederlagen in Folge zuletzt mit einem überraschend deutlichen 4:1-Auswärtssieg beim FSV Mainz 05 zurück.

Positive Stimmung durch Mauersberger-Verbleib

Was im Spiel am Sonntag für die Fürther spricht: Den letzten Aachener Erfolg in den bislang 21 Duellen gab es am 16. November 2001.

Für positive Stimmung auf Seiten der Kleeblätter dürfte außerdem die Vertragsverlängerung von Jan Mauersberger sorgen, die der Verein am Mittwoch bekannt gab.

"Ich sehe hier die beste Möglichkeit, mich sportlich weiterzuentwickeln", begründete der Abwehrspieler seine Entscheidung.

Möhlmann gespannt

Fürth-Coach Benno Möhlmann ist gespannt, wie sich seine Mannschaft gegen Aachen präsentieren wird: "Wir haben zuletzt zwei Gesichter gezeigt. Wir müssen am Sonntag unsere Möglichkeiten nutzen, dagegenhalten und fußballerisch überzeugen. Dann weiß ich, dass wir punkten und sogar gewinnen können."

Hochmotiviert gegen Aachen ist jedenfalls Spielmacher Charles Tayki, der vor allem im letzten Spiel seiner einstigen Form weit hinterher lief. "Uns hat die Länderspielpause gut getan. Ich bin mir sicher, dass wir in den nächsten Partien zulegen und viel besseren Fußball spielen werden."

Sport1.de hat die Fakten zu den weiteren Sonntagsspielen:

SV Wehen-Wiesbaden - FC St. Pauli

Wehen kassierte zuletzt sieben Niederlagen in Folge. Deshalb wurden Trainer Wolfgang Frank und Sportdirektor Uwe Stöver entlassen. Sandro Schwarz soll das Team als Interimstrainer doch noch zum Klassenerhalt führen.

St. Pauli, das seit drei Auftritten ungeschlagen ist, blieb in seinen bislang acht Rückrundenspielen nur einmal ohne einen Gegentreffer.

Die Kiez-Kicker betätigten sich in dieser Saison bereits mehrmals als "Herz-Lungen-Maschine" für Tabellenschlusslichter, wie Mittelfeldspieler Fabian Boll in der "Bild" beklagte: Unter anderem halfen sie dem FSV Frankfurt und dem FC Augsburg wieder auf die Beine.

Das Hinspiel gewannen die Hamburger mit 2:0.

1860 München - VfL Osnabrück

1860 gewann von seinen bislang fünf Duellen mit Osnabrück nur das letzte: Im Oktober entschieden sie das Hinrunden-Spiel mit 2:0 für sich.

Nachdem Interimstrainer Uwe Wolf trotz guter Punktausbeute immer noch kein klares Bekenntnis vom Vorstand bekommen hat, will die Mannschaft sich durch einen Sieg für ihn einsetzen: "Wir wollen für den Trainer gewinnen! Siege sind das beste Argument, um zu zeigen, dass kein Weg an Wolf vorbeiführt", kündigte Stürmer Benny Lauth an.

Problematisch: Neben Rechtsverteidiger Antonio Rukavina (Gelbsperre) fallen "Dauerbrenner" Fabian Johnson (Muskelfasserriss) und Lars Bender (Muskelbündelriss) verletzt aus. Eventuell kommt daher sogar Daniel Bierofka zu einer überraschend frühen Rückkehr.

Osnabrück ist auswärts bereits seit vier Partien sieglos und blieb zuletzt auf fremden Plätzen dreimal ohne eigenen Treffer.

Hansa Rostock - FSV Frankfurt

Rostock, das zuletzt unter dem neuen Trainer Andreas Zachhuber zweimal 1:1 spielte, wartet in der Rückrunde weiterhin auf den ersten Sieg. Der Coach ist dennoch optimistisch, lobt den guten Trainingseinsatz: "Wir haben 14 intensive Einheiten hinter uns. Hoffentlich belohnt sich die Mannschaft gegen Frankfurt."

Mittelfspieler Martin Retov macht im Vorfeld zusätzlich Dampf: "Es ist unsere letzte Chance. Wir müssen jetzt mit dem Gewinnen anfangen."

Dabei könnte Toni Kroos' jüngerer Bruder Felix diesmal von Beginn an zum Einsatz kommen: Fin Bartels ist rotgesperrt, Regis Dorn verletzt.

Etwas beruhigter können die Frankfurter die Partie angehen: Sie haben von den jüngsten zehn Partien nur eine verloren und sind damit auf dem besten Weg in Richtung Klassenerhalt.

Im Hinspiel trennten sich die beiden Teams mit 0:0.

1. FC Kaiserlautern - Rot-Weiß Oberhausen

Mit zwei Siegen in Folge hat Kaiserslautern zuletzt seine Chancen auf den Aufstieg gewahrt.

Bis auf Axel Bellinghausen, der nach seiner langwierigen Leistenverletzung wieder im Training ist, und Luis Robles, der wegen eines Außenbandanrisses ausfällt, kann Cheftrainer Sasic auf alle Spieler zurückgreifen.

Oberhausen blieb in seinen jüngsten neun Begegnungen nur einmal ohne Punktgewinn. Worauf es in der Pfalz ankommen wird, damit dies auch in Kaiserslautern so bleibt, weiß Rot-Weiß-Trainer Jürgen Luginger ganz genau. "In dieser Atmosphäre brauchen wir Coolness. Wir müssen vor allem in den Zweikämpfen dagegenhalten und dabei die Ruhe bewahren."

Bis auf die Langzeitverletzten Felix Luz, Oliver de Cock und Christoph Semmler stehen dem RWO-Trainer alle Spieler zur Verfügung, auch wenn für den zuletzt grippekranken Stürmer Jamal Gay ein Einsatz von Beginn an noch zu früh kommen dürfte.

Zum Forum - jetzt mitdiskutierenZurück zur Startseite

teilentwitternteilenE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel