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Tim Hoogland (l.) und Markus Feulner freuen sich über wichtigen Sieg © getty

Ein Strafstoß für Mainz erhitzt die Gemüter und lässt die MSV-Serie reißen. Neururer verzichtet auf den Haarschnitt seines Kumpels.

Duisburg - Die eigenen Aufstiegsambitionen eindrucksvoll untermauert, einen Verfolger abgeschüttelt und wieder für Ruhe im Umfeld gesorgt:

Zweitligist FSV Mainz 05 hat durch den 1:0 (1:0)-Erfolg (Spielbericht) beim MSV Duisburg im Topspiel des 26. Spieltages einen "ganz großen Schritt Richtung Bundesliga gemacht", wie Trainer Jörn Andersen feststellte.

Erste Niederlage im 13. Spiel

Nur ein Wunsch des Norwegers blieb in der MSV-Arena unerfüllt: Für den Erfolgsfall hatte er angekündigt, dass er seinem Freund und Trainerkollegen Peter Neururer persönlich die Haare schneiden werde.

Doch der MSV-Coach winkte nach der ersten Niederlage im 13. Spiel unter seiner Regie ab: "Ja, ich gehe zum Friseur. Aber das übernimmt meine Schwägerin."

Andersen wird es nach dem neunten Auswärtssieg in dieser Saison verkraften.

Rehabilitation nach Heimpleite

Sieben Punkte beträgt der Vorsprung auf Mit-Konkurrent Duisburg.

"Wenn wir in Zukunft so auch zu Hause auftreten, dann habe ich überhaupt keine Bedenken", meinte Andersen.

Nach der Heimniederlage gegen Alemannia Aachen (1:4) vor der Länderspielpause waren die Mainzer für ihre undisziplinierte Spielweise kritisiert worden.

"Danach haben wir das System umgestellt und nun viel mehr Ordnung auf dem Platz. Jetzt müssen wir die nächsten Schritte machen", erklärte Zsolt Löw.

Foulelfmeter reicht

In Duisburg trat der FSV sehr kompakt und lauffreudig auf. Die Gastgeber kamen zu keinen klaren Torchancen.

So reichte ein verwandelter Foulelfmeter von Miroslav Karhan zum verdienten Sieg (21.).

Allerdings hatten die Gäste Glück, dass Schiedsrichter Knut Kircher das Foul von Markus Brzenska an Markus Feulner in den Strafraum verlegte.

Aufstieg abgehackt

Über diese Entscheidung regte sich Neururer viel mehr auf, als über den nun anstehenden ersten Friseurtermin seit November 2008:

"Es ist traurig, dass eine solche Partie durch eine Schiedsrichter-Fehlentscheidung entschieden wird."

Das Thema Bundesliga ist für die Zebras nun erst einmal abgehakt (Datencenter: Der 26. Spieltag), auch wenn noch ein wenig Resthoffnung besteht.

In den nächsten Tagen werde keiner vom Aufstieg reden, aber in der Liga sei nichts unmöglich, meinte Neururer und legte sich auf einen Aufsteiger fest: "Ich glaube, dass Mainz aufsteigen wird."

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