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Der torgefährliche Abwehrhüne Pavel Krmas ist zurück in der Innenverteidiung © getty

Nach zwei Niederlagen wächst der Druck auf den Spitzenreiter. Mit einem Sieg gegen Ahlen will man die Führung ausbauen.

Von Sebastian Hrabak

München - Die komfortable Tabellenführung ist dahin.

Nach zwei Niederlagen in Folge gegen die Mitaufstiegskandidaten Duisburg und Nürnberg wächst der Druck auf den SC Freiburg - auch weil der Mainzer Sieg im Spitzenspiel in Duisburg am Freitag den Vorsprung auf Platz zwei auf nur noch einen Punkt verkleinert hat (Mainz beendet Neururers Serie).

Erfreulich aus Sicht der Freiburger ist jedoch, dass ein Dreier den Vorsprung auf den Relegationsplatz nach der Niederlage Fürths in Aachen (Fürth erleidet Rückschlag) auf sechs Punkte anwachsen lassen könnte.(Ergebnisse und Tabellen)

"Alles andere außer ein Sieg wäre für uns eine Enttäuschung", sagt Trainer Robin Dutt vor dem Heimspiel gegen Rot Weiss Ahlen am Montagabend (ab 20 Uhr LIVE).

"Wieso sollten wir Druck haben?"

Unter Druck sieht sich Dutts Mannschaft jedenfalls nicht.

"Wieso sollten wir gerade jetzt Druck haben?", sagt Co-Trainer Damir Buric, "wenn wir Druck haben, dann schon die ganze Saison - weil wir von vorneherein gesagt haben, dass wir aufsteigen wollen."

Ahlen könnte genau der richtige Gegner für die Freiburger sein. Schließlich haben die Freiburger noch kein Spiel in der Zweiten Liga gegen die Ahlener verloren.

Trotz der durchweg positiven Bilanz mit vier Siegen und einem Unentschieden gegen Westfalen mahnt Buric dennoch zu "höchster Konzentration".

Geduldsspiel droht

Gäste-Trainer Bernd Heemsoth will seine Mannen keineswegs ins offene Messer laufen lassen.

"Die Flucht nach vorne ist nicht das Richtige gegen Freiburg", schätzt der Coach die Ausgangslage in der "Ahlener Zeitung" ein. "Ich denke, wir können aus einer abwartenden Haltung besser agieren."

Von der scheinbaren Übermacht der Gastgeber lässt sich Heemsoth nicht beeindrucken.

"Man muss sich ganz einfach auf seine Stärken besinnen und den Kopf einschalten. In keinem Fall darf man die Punkte schon im Vorfeld abschreiben", sagt der Gästecoach.

Dutt lobt Ahlens Offensive

Dass sich die Ahlener offensiv keineswegs verstecken müssen, zeigten sie vor allem zu Beginn der Hinserie. Auch SC-Trainer Dutt schätzt die Offensive der Gäste: "Kevin Großkreutz, Marco Reus und Lars Toborg (Torjäger der 2. Liga) haben eine sehr gute Qualität."

Zuletzt allerdings konnte die Offensive kaum glänzen. Besonders auswärts zeigten sich die Ahlener in den vorangegangenen sieben Spielen sehr schwach, holten nur zwei Punkte und erzielten vier Tore.

Entspannte Personalsituation

Personell hat den Freiburgern die Länderspielpause sehr gut getan, alle Verletzungen konnten in der spielfreien Zeit regeneriert werden.

So wird höchstwahrscheinlich Pavel Krmas für den erst am Samstag ins Training eingestiegenen Oliver Barth wieder in die Mannschaft rücken. Auch Yacine Abdessadki wird nach abgesessener Gelbsperre die Breisgau-Offensive verstärken.

Ob der quirlige Stürmer Jonathan Jäger nach seiner Verletzungspause für einen Einsatz in der Startelf schon bereit ist, entscheidet sich erst kurz vor dem Spiel.

Book spielt mit Schutzmaske

Bei den Gästen beißt Nils-Ole Book auf die Zähne. Er will mit einer speziell angefertigten Schutzmaske trotz Nasenbeinbruchs spielen.

Baldo Di Gregorio muss allerdings wegen einer muskulären Wadenverletzung passen. Ob für ihn Dino Djulbic oder Ole Kittner in die Innenverteidigung rückt, ist noch unklar.

Bangen um Reus

Auch über die Rückkehr von Torwart Dirk Langerbein, der auf Grund einer Magen-Darm-Infektion im Spiel gegen Kaiserslautern durch Manuel Lenz vertreten wurde, ist noch nicht entschieden.

Am meisten bangen die Ahlener noch um einen Einsatz von Marco Reus. Ob er spielen kann, hängt von der Belastbarkeit seines Knies ab. "Mal sehen, ob wir das Riskio eingehen können", sagt Heemsoth.

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