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Christian Rahn spielt seit 2006 für den FC Hansa Rostock © getty

In Rostock wollen zwei Aufstiegsaspiranten einen gelungenen Saisonauftakt feiern. Auch die übrigen Zweitligisten wollen punkten.

Von Jan Happle

München - Am zweiten Spieltag treffen mit Hansa Rostock und Alemannia Aachen gleich zwei ambitionierte Aufstiegskandidaten aufeinander.

In Aachen will man den Wiederaufstieg in die Bundesliga nach 2007 perfekt machen. Der Saisonstart gegen SV Wehen Wiesbaden ist mit einem 2:1-Heimsieg schon einmal gelungen.

Die Rostocker stehen trotz einer guten Leistung beim Saisonauftakt gegen den MSV Duisburg schon unter Druck: "Schon im Heimspiel gegen Aachen muss ein Sieg her, sonst ist das 2:2 von Duisburg nichts wert", sagt Hansa-Verteidiger Christian Rahn vor dem Spiel.

Rostock mit schwerem Start

Die Rostocker haben das wohl schwerste Anfangsprogramm aller Zweitligisten erwischt. Wenn zu Hause gegen Aachen kein Heimsieg gelingt, droht ein Fehlstart, denn die nächsten Begegnungen gegen Freiburg und Mainz werden für die Truppe von Frank Pagelsdorf bestimmt nicht leichter.

Frank Pagelsdorf will von einem Fehlstart nichts wissen: "Mit solchen negativen Gedanken beschäftige ich mich nicht. Die Saison ist lang, ich sehe das sogar positiv", sagte der Hansa-Coch zu Saisonbeginn. Für ihn ist klar, dass nur der Wiederaufstieg das Ziel sein kann.

Auch Neuzugang Mario Fillinger sieht den schweren Auftakt eher positiv: "Das sind alles Mannschaften, die aufsteigen wollen. Da weiß man gleich, wo man steht."

Aachen Selbstbewusst

In Aachen ist das Selbstbewusstsein nach dem ersten Sieg ebenfalls groß. Vor allem die Leistungen von Benjamin Auer, der zuletzt im Sturm überzeugte und in Aachen endlich wieder aufzublühen scheint, macht allen Grund zur Hoffnung. Auer gibt sich nach seinem Doppelpack im DFB-Pokal und dem Treffer gegen Wehen selbstbewusst: "Es sind noch 33 Spiele. Wir können noch mehr".

Sorgen macht Jürgen Seeberger derzeit nur die Personallage im Mittelfeld. Neben Cristian Fiel, droht auch Reiner Plaßhenrich gegen Rostock auszufallen. Dadurch würde sich im zentralen Mittelfeld eine neue Gelegenheit für Pekka Lagerblom ergeben, der zuletzt zum linken Verteidiger degradiert wurde.

Die Weiteren Partien im Überblick:

1860 München - FSV Mainz 05

Bei 1860 München kehrt vor dem ersten Heimspiel, nach dem Wirbel um Berkant Göktan, endlich wieder etwas Ruhe ein. Der Hoffnungsträger der "Sechziger" wird nach seinem "Erschöpfungssyndrom", am Montag wieder ins Training einsteigen. Damit haben auch die Spekulationen um eine mögliche psychische Erkrankung des Türken endlich ein Ende.

Gegen Mainz wird der Torjäger aber noch nicht zum Aufgebot gehören. Für ihn könnte der frischgebackene U-19-Europameister Timo Gebhardt in die Stammformation rutschen. Trainer Marco Kurz scheint von dieser Variante jedoch noch nicht sehr überzeugt zu sein: "Es ist Fakt, dass Timo kein gestandener Spieler ist", er werde nicht den Fehler machen, dem Youngster zu viel Druck aufzulasten. Kurz wird deshalb sehr wahrscheinlich, wie bereits gegen Freiburg, auf Danny Schwarz auf der Göktan-Position zurückgreifen

In Mainz schaut man nach dem peinlichen 3:3 gegen Kaiserslautern nach vorn. Trainer Jörn Andersen gibt sich kämpferisch: "Ich habe keine Angst vor starken Teams", sagt der Norweger. Gegen München will man die Fehler, die man nach der 3:0 Halbzeitführung gegen die Pfälzer begangen hat, nicht noch einmal machen: "In der zweiten Halbzeit im Spiel gegen Kaiserslautern fiel uns das schnelle Umschalten von Defensive auf Offensive sichtlich schwer, aber diese Woche haben wir hart daran gearbeitet."

SV Wehen Wiesbaden - MSV Duisburg

Für Absteiger MSV Duisburg ist ein Sieg im Auswärtsspiel gegen SV Wehen Wiesbaden Pflicht. Trainer Rudi Bommer betont vor dem Spiel: "Hier holen wir uns die liegen gelassenen Punkte gegen Rostock wieder zurück".

Sportdirektor Bruno Hübner betonte jedoch vor dem ersten Auswärtsspiel, dass man den Gegener nicht unterschätzen solle. Trotzdem glaubt er an den Erfolg seiner Mannschaft. "Wenn unser Team spielt wie gegen Rostock, dann bin ich guter Dinge."

Auch Wehen will nach der Auswärtsniederlage gegen Aachen im neuen Stadion unbedingt Punkten. Kapitän Sandro Schwarz betont: "Wir wollen mit einem Heimsieg starten".

Fehlen wird den Hessen voraussichtlich Verteidiger Kristjan Glibo, der mit Knieproblemen zu kämpfen hat.

FC Augsburg - Rot-Weiss Ahlen

Nach der 2:1-Niederlage beim 1. FC Nürnberg, sieht Trainer Holger Fach optimistisch auf den Heimspielauftakt der Augsburger. Das Spiel gegen Ahlen stehe unter einem ganz anderen Vorzeichen, sagte Fach. Vor allem die Rückkehr von Torhüter Sven Neuhaus und Abwehrspieler Ingo Hertzsch, die nach ihrem folgenschweren Zusammenstoß beim Aufwärmen in Nürnberg zurück ins Team stoßen, gibt dem 46?Jährigen Hoffnung.

"Das wird ein ganz anderes Spiel," ist sich Fach sicher. Der Trainer erwartet eine defensiv eingestellten Aufsteiger, bei dem man "höllisch auf die Konter aufpassen muss".

Nach dem gelungenen Auftakt gegen den FSV Frankfurt, will man in Ahlen wohl nur an einer Position umstellen: " Die Mannschaft hat gewonnen, vorne links lief es jedoch nicht zufrieden stellend", sagte Co-Trainer Bernd Heemsoth vor dem Spiel.

Rot-Weiß Oberhausen - FC Ingolstadt

Nach dem 0:3 gegen die TuS Koblenz ist man in Oberhausen wieder auf dem Boden der Tatsachen angekommen. Gegen Mitaufsteiger Ingolstadt sollen trotzdem die ersten Punkte folgen.

"Wenn wir daraus lernen, hat die heftige Niederlage eine positive Seite", sagte Trainer Jürgen Luginger vor dem lang ersehnten ersten Heimspiel in der Zweiten Liga. Dass das abgelieferte Lehrgeld gut angelegt ist, soll nun gegen Ingolstadt bewiesen werden.

Bei Ingolstadt kehrt Malte Metzelder nach überstandener Knochenverletzung im Schienbein wieder ins Team zurück. Thorsten Fink fordert trotz des 3:2-Heimsieges gegen Fürth eine Steigerung seiner Mannschaft: "Wir hatten gute Szenen, aber wir müssen einfach besser spielen."

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