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Enttäuscht vom 1:1 gegen den Tabellen-Zwölften: Freiburgs Trainer Dutt © getty

Für Robin Dutt ist das 1:1 eine gefühlte Niederlage - im Spitzenspiel gegen Mainz sieht er seine Mannschaft als Außenseiter.

Freiburg - Robin Dutt war derart bedient, dass er in seiner Wut sogar beim Ergebnis durcheinander kam.

"Diese Niederlage ärgert mich maßlos", sagte der frustrierte Coach des SC Freiburg nach dem 1:1 (0:0) des Tabellenführers am 26. Spieltag der 2. Liga gegen Aufsteiger Rot Weiss Ahlen.

Der dicke Hals des Trainers kam nicht von ungefähr, denn ausgerechnet vor dem Topspiel am Ostermontag beim Tabellenzweiten FSV Mainz 05 schwächelten die Breisgauer.

Drei Spiele ohne Sieg

Nach drei Spielen ohne Sieg liegen die Freiburger nur noch zwei Punkte vor Mainz, vier Zähler vor dem Relegationsplatz (SpVgg Greuther Fürth) und sechs Punkte vor dem ersten Nicht-Aufstiegsplatz (1. FC Nürnberg).

Die Negativserie und das enttäuschende Resultat gegen Ahlen machten aus dem zuvor selbstbewussten Dutt ("Ich bin sicher, dass wir die nötigen Punkte für den Aufstieg holen") den Tiefstapler Dutt: "Wer nicht über ein 1:1 gegen Ahlen hinaus kommt, der geht als Außenseiter ins Spitzenspiel gegen Mainz."

"Nicht-Fußball-Riegel der Ahlener"

Der Ärger des Freiburger Trainers, der in jeder seiner Silben deutlich zu spüren war, dürfte sich in den kommenden Tagen vor allem über dem Kopf von Tommy Bechmann entladen.

Nachdem Freiburg für das pausenlose Anrennen vor 15.500 Zuschauern durch das Tor von Pavel Krmas (63.) belohnt wurde, hatte Bechmann beim Ausgleich der extrem defensiv agierenden Gäste durch Marcel Busch (71.) geschlafen. (Spielbericht)

"Da knacken wir diesen Nicht-Fußball-Riegel der Ahlener und dann machen die mit ihrer ersten Chance das Tor.

So einen Treffer darf man sich nicht einschenken lassen, wenn man aufsteigen will. Da werden ein paar deutliche Worte fallen", meinte Dutt, der den Namen Bechmanns aber nicht in den Mund nehmen wollte: "Das klären wir intern."

Freiburg gegen Mainz in der Pflicht

Dagegen machte Dutt keinen Hehl daraus, dass er die Mannschaft nun in der Pflicht sieht. "Das kommt darauf an, wie wir die nächsten Aufgaben bewältigen", antwortete der Coach auf die Frage, ob der fast schon sicher geglaubte Aufstieg nun gefährdet sei.

Nach Ansicht von Manager Dirk Dufner bietet sich dem Team bereits beim FSV die Chance, die vergangenen Wochen mit einem Schlag vergessen zu lassen.

"Ich weiß nicht, ob es unruhig wird. Wir haben jetzt ein leichtes Auswärtsspiel in Mainz, denn dort sind wir nicht der Favorit", sagte Dufner: "Dort können wir alles wieder gut machen."

Ahlen kann gelassen bleiben

Während den Freiburgern eine intensive Arbeitswoche vor dem Spitzenspiel bevorsteht, können die Ahlener gelassen in die Zukunft schauen.

Obwohl die Westfalen, die das Remis in erster Linie ihrem überragenden Torwart Dirk Langerbein zu verdanken hatten, seit dem 9. November 2008 auf einen Auswärtssieg warten, bleibt Ahlen vorerst im gesicherten Mittelfeld der Tabelle. (Datencenter: Der 26. Spieltag)

"Mit diesem Punkt in Freiburg hat keiner gerechnet. Das ist ein Erfolgserlebnis, auf das man in den nächsten Wochen aufbauen kann. Das bringt uns nach vorne, da macht die Arbeit gleich mehr Spaß", meinte Interimscoach Bernd Heemsoth, der nach Saisonende voraussichtlich von Stefan Emmerling abgelöst wird.

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