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Das Hinspiel gegen Osnabrück gewann der FCK zu Hause mit 2:0 © imago

Die Pfälzer wollen gegen Osnabrück den Anschluss zur Spitze nicht verlieren. Am Millerntor steigt das Verfolger-Duell. Fakten.

Von Tobias Schneider

München - Die Vorzeichen vor dem Duell zwischen dem VfL Osnabrück und dem 1. FC Kaiserslautern (So., ab 13.45 Uhr LIVE) könnten unterschiedlicher kaum sein:

Während die Pfälzer mit 42 Punkten nur drei Zähler Rückstand auf Relegationsrang drei haben, steht Osnabrück (28 Punkte) gerade noch über dem "magischen Strich", der die Abstiegsregion markiert.

Ein Sieg gegen Osnabrück und Kaiserslautern würde im Aufstiegskampf wieder richtig mitmischen, beim Thema Aufstieg wird FCK-Coach Milan Sasic aber dünnhäutig:

"Die Frage nach dem Aufstieg bringt mich in Rage, weil er nie unser Ziel diese Saison war. Selbst jetzt ist aber noch alles drin", sagte Sasic im "kicker".

Osnabrück schöpft Mut

Durch das 1:1 bei den "Löwen" hat Osnabrück wieder Mut gefasst, wenngleich auch mehr hätte rausspringen können.

"Ich weiß nicht, was dieser Punkt letztlich wert ist. Ich bin mir aber sicher, dass wir mit dieser Einsteillung und diesem Selbstvertrauen nicht absteigen werden", stellte VfL-Trainer "Pele" Wollitz seinem Team ein rundum gutes Zeugnis aus.

Mut macht auch die Statistik, denn schließlich, so Mittelfeld-Mann Marvin Braun, "haben wir gegen Teams aus der Spitzengruppe zu Hause oft gut ausgesehen."

Bei den Gästen aus der Pfalz sind Aimen Demai (Erkältung), Manuel Hornig (Knieprobleme) und Ricky Pinheiro (Muskelverletzung) zum Zuschauen gezwungen.

Auf Osnabrücker Seite sind alle Spieler fit und einsatzbereit.

FC St. Pauli - MSV Duisburg

Den Traum vom Aufstieg ins Oberhaus haben beide Mannschaften noch nicht begraben, doch gerade die Hanseaten erlitten beim 1:3 in Wehen am vergangenen Spieltag einen herben Dämpfer.

"Wer auswärts nur acht Punkte holt, kann froh sein, überhaupt 38 Zähler zu haben", benannte Keeper Matthias Hain das größte Manko der Norddeutschen.

Acht Punkte beträgt der Rückstand von St. Pauli auf Relegationsplatz drei, aus Duisburger Sicht sind es deren sechs.

In Hamburg bauen die Gäste auf ihre Auswärtsstärke (keines der letzten sechs Gastspiele wurde verloren) und auf Torgarant Cedrick Makiadi.

Der Deutsch-Kongolese erzielte bereits 14 Saisontore und markierte fünf der letzten acht MSV-Treffer.

Bis auf Tobias Willi (Innenbandriss) kann Duisburgs Trainer Peter Neururer aus dem Vollen schöpfen.

Bei St. Pauli fehlen Carsten Rothenbach (Rippenbruch), Filip Trojan (Fingerbruch) und der gelbgesperrte Marcel Eger.

Rot-Weiss Ahlen - Alemannia Aachen

Die Trainerfrage bei den Gastgebern ist geklärt: Stefan Emmerling, Trainer der Kickers aus Emden, wird aber der kommenden Saison auf der Ahlener Bank Platz nehmen.

"Er ist derjenige, der perfekt unserem Anforderungs-Profil entspricht. Umso schöner ist es, dass Stefan sich für uns entschieden hat", freute sich Manager Stefan Grädle über die Verpflichtung des Wunschkandidaten.

Gegen Aachen, das zuletzt die Aufstiegskandidaten Fürth und Mainz abfertigte, wird aber weiterhin Interimscoach Bernd Heemsoth die Mannschaft betreuen.

Im Hinspiel fügte der Aufsteiger der Alemannia die erste Heimniederlage der Saison zu. "Da haben wir noch etwas gutzumachen", sagte Aachen-Keeper Thorsten Stuckmann.

Ahlen, das sechs Punkte Vorsprung auf die Abstiegsregion hat, muss auf Innenverteidiger Nils Döring verzichten. Bei den Alemannen fehlt der gelbgesperrte Matthias Lehmann.

TuS Koblenz - TSV 1860 München

Vor heimischer Kulisse hat Koblenz (14.) die letzten drei Spiele nicht verloren. Gegen die "Löwen" soll diese Serie nahtlos fortgesetzt werden.

Den Münchner ist der Schwung nach dem Trainerwechsel zu Uwe Wolf wieder abhanden gekommen, gegen Osnabrück mühte sich der TSV nur zu einem 1:1.

Mit Matej Mavric kehrt der Abwehrchef zurück in die TuS-Defensive, Offensivkraft Fatmir Vata ist verletzungsbedingt aber nur Zuschauer.

Den "Löwen" stehen alle Mann zur Verfügung, nur Nachwuchsstürmer Marvin Pourie ist verhindert. Der 18-Jährige weilt bei der U-18-Nationalmannschaft.

FSV Frankfurt - FC Augsburg

Frankfurt ist zu Hause mittlerweile eine Macht.

Die letzten fünf Heimspiele gewann der FSV allesamt, das Abstiegsgespenst ist vorerst vertrieben, wenngleich Manager Bernd Reisig beteuert: "Wir werden bis zum Saisonende im Abstiegskampf stecken."

Gegen den FCA kann Coach Tomas Oral beinahe aus dem Vollen schöpfen, nur Fikri El Haj Ali fehlt verletzt.

Bei den Gästen, die sich unter der Woche von Stürmer Dino Toppmöller getrennt haben, meldeten sich alle Akteure einsatzbereit.

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