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Markus Feulner wechselte 2006 vom 1. FC Köln zum FSV Mainz 05 © imago

Vor dem Top-Spiel der Zweiten Liga will Mainz-Regisseur Markus Feulner im Interview nichts von der Favoritenrolle wissen.

Von Mathias Frohnapfel

München - Vor dem Spitzenspiel zwischen dem FSV Mainz 05 und dem SC Freiburg (ab 20 Uhr LIVE) schieben die Breisgauer die Favoritenrolle weit von sich.

"Wir gehen als krasser Außenseiter ins Spiel gegen Mainz", sagte der Trainer des Tabellenführers, Robin Dutt, nach dem enttäuschenden 1:1 gegen Ahlen am vergangenen Spieltag kleinlaut.

Davon lässt sich Markus Feulner, mit sechs Toren und elf Vorlagen der Schlüsselspieler der 05er, von Sport1.de damit konfrontiert, nicht blenden.

"Damit will er den Druck von seiner Mannschaft nehmen. Nach wie vor ist Freiburg Spitzenreiter und somit auch Favorit", stellt der Mittelfeldspieler, der in der nächsten Saison für Borussia Dortmund auflaufen wird, klar. (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle)

Nur vier Heimsiege

Aus den vergangenen drei Partien holten die Badener nur einen Punkt - jetzt ist die Vormachtstellung seit längerem erstmals wieder richtig in Gefahr.

Mit einem Dreier hätten die Mainzer den Platz an der Sonne erobert. Allerdings steigt die Partie nicht in Freiburg, sondern am Mainzer Bruchweg.

Und dort lieferte das Team von Trainer Jörn Andersen zuletzt konsequent schwache Leistungen ab. Von zwölf Heimspielen gewannen die Rheinland-Pfälzer lediglich vier und stehen damit in der Heimtabelle nur auf Rang 15.

Im Interview mit Sport1.de spricht Feulner (Spielerportrait) über das Spiel gegen Freiburg, die Heimschwäche der Mainzer und er verrät, was er noch alles mit den 05ern vor hat, bevor er nach Dortmund wechselt.

Sport1.de: Herr Feulner, Sie haben in dieser Saison mit Mainz bereits zwei Mal gegen den SC Freiburg gewonnen. Stimmt Sie das zuversichtlich?

Markus Feulner: Naja. Freiburg ist eine spielstarke Mannschaft, gegen die man immer 100 Prozent geben muss, sonst kann das ganz schön nach hinten losgehen.

Sport1.de: Die Heimbilanz am Bruchweg ist in dieser Saison nicht wirklich gut.

Feulner: Richtig. Wir hatten vor allem gegen Mannschaften, die sehr tief standen Probleme und mussten oft das erste Gegentor hinnehmen. Teilweise auch durch individuelle Fehler. Das soll uns gegen Freiburg nicht noch mal passieren. Wir haben aber daran gearbeitet und sind gut gerüstet.

Sport1.de: Glauben Sie, dass auch die Freiburger tief stehen werden?

Feulner: Ich denke Freiburg ist eine Offensiv-Mannschaft, die das Spiel machen und in Ballbesitz sein will. Ich glaube, so werden sie es auch gegen uns machen. Also werden wir unsere Räume bekommen.

Sport1.de: Jörn Andersen sagte, dass das Team die Defensive im eigenen Stadion öfter vernachlässige. Auswärts steht die Abwehr dagegen meist gut. Teilen Sie diese Einschätzung?

Feulner: Ja. Wir haben die Defensive tatsächlich vernachlässigt. Vor allem das Umschalten von Angriff auf Abwehr funktionierte zu Hause nicht so gut.

Sport1.de: Die Ergebnisse an diesem Spieltag liefen für Mainz. Durch die Niederlage von Fürth hat der FSV eine gute Ausgangsposition.

Feulner: Wir müssen auf uns schauen. Oben ist es so eng - es zählt nur, dass man punktet. Wir müssen konzentriert bleiben und die nötigen Punkte selbst einfahren.

Sport1.de: Würde Ihnen unter Umständen auch ein Punkt gegen den Spitzenreiter reichen oder muss ein Sieg her?

Feulner: Wir gehen natürlich in das Spiel rein und wollen gewinnen. Das können wir schaffen, wenn wir unsere Leistung zu 100 Prozent abrufen.

Sport1.de: Blicken Sie auch bereits auf die Bundesliga? Immerhin spielen Sie in der nächsten Saison in Dortmund.

Feulner: Ich konzentriere mich voll auf Mainz, weil ich das Ziel habe, mit dem FSV aufzusteigen. Alles andere zählt erst im Sommer.

Sport1.de: Ihr Ziel ist es aber, in der nächsten Saison mit Dortmund gegen Mainz zu spielen, oder?

Feulner: So ist es. Ich will hier unbedingt den Aufstieg noch mitnehmen.

Sport1.de: Für Sie persönlich läuft es richtig gut in dieser Saison. Warum?

Feulner: Ich habe im Sommer hart gearbeitet, was mir jetzt zugute kommt. Zudem spielt natürlich auch die Versetzung auf die zentrale Position im Mittelfeld eine Rolle. Da kann ich meine Stärken in der Balleroberung, im Zweikampf und im Spiel nach vorne ausspielen.

Sport1.de: Wie sehr ist der DFB-Pokal, wo Sie im Halbfinale stehen, in den Köpfen?

Feulner: Momentan überhaupt nicht. Wir wissen, dass wir die Möglichkeit haben aufzusteigen. Die wollen wir nutzen. Alles was dann im Pokal noch kommt, nehmen wir gerne mit.

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