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Michael Oenning arbeitet seit einem Jahr beim 1. FC Nürnberg © getty

Nürnbergs Trainer hält den FC St. Pauli für einen ganz gefährlichen Gegner. Der SC Freiburg hat gegen Ingolstadt etwas gutzumachen.

Von Felix Götz

München - Vier Siege in Folge ohne Gegentor: Vor dem Heimspiel gegen den FC St. Pauli (Sonntag, ab 13.45 Uhr LIVE) strotzt der 1. FC Nürnberg vor Selbstvertrauen.

"Wir müssen seit vier Monaten jedes Spiel gewinnen, die Konkurrenz dagegen fängt jetzt an zu denken", sagte Club-Torhüter Raphael Schäfer im "kicker".

Nach dem überzeugenden 3:0-Erfolg am vergangenen Spieltag in Oberhausen kletterten die Franken auf den Relegationsplatz. Durch das 0:0 der Mainzer gegen Ahlen am Freitag können die Clubberer jetzt sogar auf Rang zwei steigen. (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabellen)

Insgesamt spielt Nürnberg bisher eine bärenstarke Rückrunde. 21 Punkte sammelte das Team vor Trainer Michael Oenning - erfolgreicher ist nur der SC Freiburg mit 22 Zählern.

Oenning warnt vor St. Pauli

Trotzdem warnt der Coach vor den starken Hanseaten, gegen die sein Team in der Hinrunde mit 0:1 unterlag: "St. Pauli kann gegen jeden gewinnen. Aber wir wollen unser Spiel machen."

Verzichten muss Coach Oenning dabei lediglich auf Andreas Wolf (Meniskus-OP) und Albert Bunjaku (Muskelprobleme).

Sein Gegenüber Holger Stanislawski hat da ganz andere Sorgen. Mit Mark Gouiffe a Goufan, Filip Trojan, Rouwen Hennings, Benjamin Weigelt, Fabian Boll, Andreas Biermann und Carsten Rothenbach fallen dem Trainer der "Kiez-Kicker" gleich sieben Spieler verletzt aus. (zum Kader St. Pauli)

Zudem steht Alexander Ludwig wegen seiner Gelbsperre nicht zur Verfügung.

"Wahnsinnig bitter"

Ganz besonders ärgerlich ist die Verletzung von Mittelfeldspieler Trojan, der wegen einer Innenbandverletzung für den Rest der Saison ausfällt und somit kein Spiel mehr für St. Pauli bestreiten wird, weil er den Verein im Sommer verlässt.

"Es ist so wahnsinnig bitter. Es waren hier wohl die zwei schönsten Jahre, die ich im Fußball hatte. Ich wollte mich eigentlich auf dem Platz dafür bedanken", haderte der zukünftige Mainzer.

Seine Teamkollegen können ohne großen Druck aufspielen. Für den Tabellenachten dürfte weder nach oben noch nach unten viel drin sein.

SC Freiburg - FC Ingolstadt

Nachdem die Freiburger aus drei Spielen nur einen Punkte geholt hatten, gelang dem Team von Trainer Robin Dutt beim 2:1-Sieg in Mainz so etwas wie ein Befreiungsschlag. (zum Artikel: Träumen verboten)

Trotzdem weiß der Tabellenführer aus eigener Erfahrung um die Gefahr, die von den abstiegsgefährdeten Ingolstädtern ausgehen kann.

"Auch dieses Spiel wird eine große Herausforderung. Zumal wir nach dem 0:4 im Hinspiel noch etwas gut zu machen haben", fordert deshalb Dutt volle Konzentration von seiner Mannschaft.

Verzichten müssen die Breisgauer nur auf Johannes Flum, der eine Gelbsperre absitzen muss.

Kein Sieg in der Rückrunde

Während Freiburg hartnäckig am Tor zur Bundesliga anklopft, geht es für Ingolstadt und Trainer Torsten Fink ums sportliche Überleben.

Die Oberbayern haben in der Rückrunde noch nicht einen einzigen Sieg eingefahren. Zuletzt reichte es im Heimspiel gegen den SV Wehen Wiesbaden lediglich zu einem enttäuschenden 0:0.

Verzichten müssen die "Schanzer" gegen Freiburg auf die gesperrten Heiko Gerber und Vratislav Lokvenc. Zudem fehlen die verletzten Sören Dreßler, Marcel Hagmann und Alexander Buch.

Wehen Wiesbaden - Greuther Fürth

Verlieren verboten ist das Motto für beide Teams beim Spiel zwischen Wehen Wiesbaden und Greuther Fürth.

Die Hessen befinden sich unter dem neuen Trainer Sandro Schwarz (vier Punkte aus zwei Spielen) zwar im Aufwind, haben aber nach wie vor als Tabellenletzter sieben Punkte Rückstand auf den Relegationsplatz.

Auch für die Fürther, die zuletzt zwei Partien in Folge verloren haben und den Relegationsplatz einbüßten, zählt nur ein Dreier.

Kopilas und Gilbo gesperrt

"Wir sind mit dem Tabellenplatz nicht zufrieden und müssen wieder besser spielen, um uns nach oben orientieren zu können", gibt der Trainer der Franken, Benno Möhlmann, die Richtung vor.

Neben den verletzten Thomas Wörle, Thorsten Burkhardt und Martin Meichelbeck müssen die "Kleeblätter" auch auf den gesperrten Leonhard Haas verzichten.

Bei Wehen Wiesbaden fallen Marcel Ziemer und Fabian Schönheim aus. Kristjan Gilbo sitzt eine Gelbsperre ab, Marko Kopilas muss wegen seiner Roten Karte gegen Ingolstadt zwei Spiele aussetzen.

MSV Duisburg - TuS Koblenz

Für den MSV Duisburg ist nach nur zwei Punkten aus drei Partien ein Sieg gegen die abstiegsbedrohte TuS Koblenz bereits Pflicht.

Ganz bitter für das Team von Trainer Peter Neururer: Kapitän Ivica Grlic (fällt mit einem Innenbandriss bis zum Ende der Saison aus) und Mihai Tararache stehen nicht zur Verfügung.

Bei den Koblenzern ist die Verletztenliste aber bei weitem länger. Mit Rüdiger Ziehl, Fatmir Vata, Tayfun Pektürk, Ardijan Djokaj, Evangelos Nessos und Lars Bender fallen gleich sechs Spieler aus.

Alemannia Aachen - FSV Frankfurt

Mit einem Sieg könnten die Aachener bei aktuell vier Zählern Rückstand auf den Relegationsplatz wieder ins Aufstiegsrennen zurückkehren.

Allerdings wird das gegen das drittbeste Rückrundenteam aus Frankfurt nicht leicht.

Während Aachens Coach Jürgen Seeberger aus dem Vollen schöpfen kann, muss der FSV auf Kirian Ledesma (Jochbeinbruch) verzichten.

Zudem steht hinter dem Einsatz von Verteidiger Markus Husterer (Knieverletzung) ein Fragezeichen.

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