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Holte sich gegen den VfL Osnabrück die fünfte Gelbe: Lauterns Top-Torjäger Srdjan Lakic © getty

Mit einem Sieg könnte der FCK punktgleich zum dritten Tabellenplatz aufschließen. Der Gegner aus München benötigt den Dreier ebenso.

Von Sebastian Hrabak

München - Viele Zweitligisten durften sich in dieser Saison freuen, wenn der 1. FC Kaiserslautern bei ihnen zu Gast war.

Zuhause auf dem Betze eine Macht schwächelten die "Roten Teufel" in der Fremde erschreckend oft.

Vor dem kommenden Spiel (ab 20 Uhr LIVE) beim TSV 1860 München sieht die Welt für die Pfälzer jedoch schon ganz anders aus.

Nach der unfassbaren Statistik von null Toren in fünf Auswärtsspielen in Folge, fanden die Lauterer neues Selbstvertrauen mit einer Zwei-Sieges-Mini-Serie in Osnabrück und zuvor in Ahlen und insgesamt zehn Punkten in vier Spielen.

Aufstieg wieder greifbar

Durch diesen Wandel befindet man sich nun beim Traditionsverein wieder mitten im Aufstiegskampf, aus dem sich selbst die treuesten Fans nach dem miserablen Rückrundenauftakt schon ausgeschieden sahen.

Diesen Trend gilt es jedoch gegen die Münchner Löwen fortzusetzen, denn die direkte Konkurrenz aus der Pfalz (Mainzer Heimfluch hält an) um den Relegationsplatz spielte auch an diesem Wochenende für den FCK (Ergebnisse und Tabellen).

Drei Mal 48 Punkte

Mit einem Sieg in der Allianz Arena könnte der Punkte-Abstand zum Erzrivalen FSV Mainz 05, der momentan noch auf Platz drei steht, egalisiert werden.

Auch der Franken-Klub Greuther Fürth (Cidimar hält Fürth im Rennen) stünde mit ebenfalls 48 Punkten gleichauf zu den "Roten Teufeln".

Lediglich das aktuell schlechtere Torverhältnis ließe die Lauterer auf Tabellenplatz fünf verweilen.

Lakic gesperrt, "Bello" verletzt

Nicht mithelfen bei der Mission "Auswärtssieg" kann diesmal der gefährlichste Angreifer (Torjäger der 2. Liga) und unermüdliche Arbeiter der Pfälzer, Srdjan Lakic, der wegen der fünften Gelben Karte gesperrt ist.

Auch Kapitän Axel "Bello" Bellinghausen, dessen Zukunft beim FCK weiter unsicher ist, wird wegen seinen Muskelproblemen die Mannschaft in München nicht antreiben können.

"Wenn wir das Feuer, die Entschlossenheit, den Mannschaftsgeist und den Willen zu kämpfen zeigen wie beim Spiel in Osnabrück, dann können wir jeden Ausfall kompensieren", lässt Trainer Milan Sasic aber keine Ausreden zu.

Der Coach appelliert also an das Kollektiv - die mannschaftliche Geschlossenheit seiner Truppe - das die Pfälzer in der Hinrunde so stark gemacht hat und noch auf dem zweiten Tabellenplatz überwintern ließ.

Sieglos in München

Doch die Statistik spricht nicht gerade für einen Sieg des 1. FC Kaiserslautern. Das Gründungsmitglied der Bundesliga hat seit drei Spielen nicht mehr gegen die Löwen gewinnen können.

Beim letzten Besuch in Bayern mussten sie gar eine 1:3-Niederlage hinnehmen.

Aufstellung bleibt geheimnis

Doch das frisch getankte Selbstvertrauen macht die Pfälzer mutig, die drei Punkte im Aufstiegskampf zu behaupten.

"Das wird mit Sicherheit kein leichtes Spiel, aber wir haben jetzt mit den zwei Siegen auf fremden Platz eine Serie hingelegt, die wir ausbauen wollen", sagte Florian Dick, der wohl erneut im Mittelfeld zum Einsatz kommt.

Die exakte Aufstellung der Lauterer, mit der sie den Sieg gegen die Löwen erringen wollen, ließ sich Trainer Sasic noch nicht entlocken.

3000 Fans in der Arena erwartet

Von der Aufbruchstimmung angesteckt wittern die Lauterer Anhänger natürlich ihre Chance, doch noch nach dieser Spielzeit ins Bundesliga-Oberhaus zurückzukehren.

Zahlreich werden die Fans ihre Mannschaft in der Allianz Arena unterstützen.

Von bis zu 3000 Anhängern gehen die Verantwortlichen des Klubs aus, die trotz der für Auswärtsfans unmöglichen Montagabend-Anstoßzeit in die Spielstätte nach München pilgern.

Fan-Initiative mit Mottfahrt

Bereits das neunte Montagsspiel ist die Partie zwischen 1860 München und dem 1. FC Kaiserslautern für die Pfälzer Anhänger.

Aus diesem Grund steht die Begegnung unter dem Motto "We don't like Mondays" - ins Leben gerufen von der Kaiserslautener Faninitiative "Kein Kick vor Zwei" -, mit der die Anhänger auf die fanunfreundlichen Anstoßzeiten aufmerksam machen wollen.

Pfälzer braucht drei Punkte

Löwen-Trainer Uwe Wolf, ein gebürtiger Pfälzer, dürften diese Probleme momentan ziemlich egal sein, steht er doch mit seiner Mannschaft nach lediglich zwei Punkten aus vier Spielen wieder ziemlich unter Druck.

Ein Sieg wäre wichtig, denn mit Abstiegssorgen möchte sich niemand mehr beim TSV 1860 München auseinandersetzen müssen.

Lauth wahrscheinlich dabei

Auch der Ex-Kapitän der Lauterer, Mathieu Beda, ist davon überzeugt, dass der sechste Heimsieg in der Arena eingefahren wird:

"Ich wäre glücklich für den FCK und seine Fans, wenn er aufsteigen würde. Trotzdem wird es für sie keine Punkte geben. Ich will mit unseren Fans zusammen einen Sieg feiern."

Mithelfen für den Dreier wird aller Voraussicht nach auch Benjamin Lauth, der unter der Regie von Uwe Wolf mit fünf Toren in sechs Partien zu alter Treffsicherheit zurückfand.

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