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Harter Kampf: Insgesamt neun gelbe Karten kassierten die Spieler auf beiden Seiten © getty

In einer turbulenten Partie bei den Münchner Löwen verschießt der FCK einen Elfmeter und hat Glück bei einem "Wembley-Tor".

München - Der 1. FC Kaiserslautern ist nach einem kurzen Zwischenhoch ins Stolpern geraten und hat im Aufstiegsrennen wertvollen Boden verloren.

Die Mannschaft von Trainer Milan Sasic baute ihre Serie ohne Niederlage zwar auf fünf Spiele aus, kam bei 1860 München aber nicht über ein 1:1 (1:1) hinaus und hat somit zwei Punkte Rückstand auf Relegationsplatz drei.

Die Sechziger warten jetzt seit fünf Spielen auf einen Sieg, halten sich aber im gesicherten Mittelfeld.

Ihren Punktgewinn verdankten sie Torwart Michael Hofmann, der in der 85. Minute einen strittigen Handelfmeter von Anel Dzaka parierte.

Wembley-Tor von Holebas

Für noch mehr Aufregung in einer turbulenten Schlussphase sorgte jedoch ein nicht gegebenes "Wembley-Tor" für die Löwen: Ein Schuss von Jose Holebas traf die Unterkannte der Latte, von dort landete der Ball im Tor. Schiedsrichter Manuel Gräfe gab den Treffer jedoch nicht.

"Zum Schluss hatten wir das nötige Glück. Ich würde sagen, dass der Ball hinter der Linie war", gab nach der Partie auch FCK-Boss Stefan Kuntz zu und haderte mit dem veschossenen Elfmeter: "Den hätte ich gerne drin gesehen."

1860-Coach Uwe Wolf war darüber natürlich glücklich: "Es wäre bei unseren Chancen bitter für uns gewesen, wenn wir das Spiel durch einen Elfmeter verloren hätten."

Überhaupt war er seinem Team wegen des erneut ausbleibenden Sieges keineswegs böse: "Ich muss meiner Elf ein Kompliment machen. Laufbereitschaft und Einsatzfreude haben gestimmt. Auf diese Leistung lässt sich aufbauen."

Traumtor von Schick

Vor 25.100 Zuschauern in der Münchner WM-Arena vertraute 1860-Trainer Uwe Wolf nach dem missglückten Experiment mit einem Fünfer-Mittelfeld in Koblenz wieder dem altbewährten System mit zwei Spitzen, darunter auch der rechtzeitig genesene Kapitän Benjamin Lauth.

Die Löwen hatten gegen die anfangs schlafmützigen Pfälzer den besseren Start und gingen früh in Führung, als Schick einen Freistoß aus 22 Metern in die linke obere Torecke schlenzte.

Es war das erste Saisontor des 21 Jahre alten Linksverteidigers.

Ausgleich durch Jendrisek

Lautern wachte erst nach einer guten Viertelstunde auf - doch 1860-Torhüter Michael Hofmann rettete eindrucksvoll gegen Kai Hesse.

In der Folge hatten die Gäste mehr vom Spiel, 1860 agierte vorsichtiger und bekam dafür bald die Quittung. Nach schöner Vorarbeit von Hesse erzielte Jendrisek sein elftes Saisontor.

Lautern blieb bis zur Pause am Drücker, vergab aber weitere Chancen.

Pfostenschuss durch Bender

Auch nach dem Seitenwechsel gab der FCK zunächst den Ton an, die erste richtig gute Torgelegenheit hatten allerdings die Löwen.

In der 52. Spielminute parierte Lauterns Torwart Tobias Sippel einen Schuss von Fabian Johnson aus kurzer Distanz prächtig.

Wie schon im ersten Durchgang ließ sich Lautern durch die erste Drangperiode der Hausherren anstacheln und kam wieder etwas stärker auf.

Das Mittelfeld wurde nun etwas schneller überbrückt, so ergaben sich auch weitere Chancen, zweimal vergab allerdings Hesse. Eine Viertelstunde vor Schluss traf Lars Bender nur den Pfosten.

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