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Stefan Kuntz war von 1989 bis 1995 selbst Spieler bei Kaiserslautern © getty

Kaiserslautern hat den Aufstieg weiter im Blick, sieht ihn aber nicht als Pflicht. Stefan Kuntz erklärt bei Sport1.de die Lage.

Von Jürgen Blöhs

München - Auf Aufstiegsrang zwei hatte der 1. FC Kaiserslautern dank seiner Heimstärke überwintert.

Doch in der Rückrunde zeigt die Tendenz nach unten.

Am Montag verpassten es die Pfälzer durch das 1:1 bei 1860 München, mit dem Tabellen-Dritten Mainz 05 nach Punkten gleichzuziehen und liegen hinter Greuther Fürth auf Rang fünf der Tabelle.

"Wir hatten uns vorgenommen, auch auswärts Punkte zu holen. Da haben wir in der Statistik wieder etwas zugelegt", meinte Erik Jendrisek zu Sport1.de.

Allerdings erweist sich auch die Festung Fritz-Walter-Stadion nicht mehr als uneinnehmbar: Nur zweimal verließen die "Roten Teufel" in der Rückrunde den eigenen Rasen als Sieger.

Eckel: Aufstieg käme zu früh

"Der Aufstieg käme noch zu früh", glaubt sogar Kaiserslauterns 54-er Weltmeister Horst Eckel. Die Mannschaft sei noch zu unerfahren und müsse weiter wachsen.

Grund genug, für den Verein, sich nach Verstärkungen umzusehen.

Dabei plant Stefan Kuntz zweigleisig: "Der Aufstieg ist keine Pflicht, aber wenn sich die Chance bietet, nehmen wir sie natürlich mit. Wir sind weiter dabei", sagte der FCK-Boss im Gespräch mit Sport1.de.

Dass er nicht weiß, für welche Liga er planen muss, stört den Vorstandsvorsitzenden nicht.

?Wollen gute Spieler für beide Ligen?

"Wir wollen immer die Besten", beantwortet der 47-Jährige die Frage nach neuen Spielern lächelnd, um dann angesichts der beschränkten finanziellen Möglichkeiten der "Roten Teufel" ernst zu werden.

"Wir wollen gute Spieler für beide Ligen", so Kuntz. "Die letzten fünf Vereine der Bundesliga und die Spitzenvereine der Zweiten Liga" nennt er als Ziel seiner Beobachtungen.

Blick geht wieder nach oben

Noch vor einem Jahr hatte "Feuerwehrmann" Kuntz den Traditionsverein vor dem Sturz in die Drittklassigkeit bewahrt, jetzt geht der Blick wieder nach oben.

"Den Aufstieg wünsche ich vor allem unseren Fans, spätestens nächste Saison", sagte Kuntz.

Dann müssten die Anhänger auch nicht mehr die Reisen zu den leidigen Montagsspielen antreten, für die der FCK bislang neunmal angesetzt wurde.

"Meine Oma hat immer gesagt, wenn Du etwas nicht ändern kannst, dann lass' dich dadurch nicht verärgern", will Kuntz zu der Problematik nichts sagen. "Nur die Fans tun mir leid. Die müssen ihre Urlaubstage opfern."

In München waren es 3000, die angereist waren. "Das macht mich stolz", so der Ex-Profi, der selbst 170 Mal im Dress des Traditionsvereins aufgelaufen ist.

"Wehen wird schwer genug"

Während die Anhänger schon den Rechenschieber bemühen, will Kuntz von einem vermeintlich leichten Restprogramm mit Spielen gegen Wehen, Rostock und Augsburg aus den Niederungen der Tabelle sowie Freiburg als eventuell schon feststehendem Aufsteiger am letzten Spieltag nichts wissen.

"Nicht in dieser Liga. Wir spielen am Sonntag gegen Wehen. Das wird schwer genug", denkt der Ex-Nationalspieler "nur von Spiel zu Spiel".

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