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Marek Mintal will mit Nürnberg an die Siegesserie anknüpfen © getty

Nürnberg und Mainz wollen Fürth wieder von den Aufstiegsplätzen herunterholen. Lautern und Aachen kämpfen um den Anschluss.

Von Martin Hoffmann

München - Die Kleeblätter haben vorgelegt - jetzt sind die Verfolger unter Druck.

Mit dem 2:1-Sieg gegen den FC Augsburg am Freitag hat die SpVgg Greuther Fürth vorübergehend den zweiten Platz erobert, den Nürnberg und Mainz den Franken nun wieder entreißen wollen (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle).

Nürnberg muss zu einem Gegner, der eine 84 Jahre alte Rechnung begleichen will, Mainz zu einem Abstiegskandidaten, der sich von einer Trainerentlassung einen Schub erhofft.

Dahinter kämpfen Kaiserslautern und Aachen um den Anschluss an den Zug Richtung Oberhaus (So., ab 13.45 Uhr LIVE).

Sport1.de blickt auf die Sonntagsspiele des 29. Spieltags der 2. Bundesliga.

FSV Frankfurt - 1. FC Nürnberg

Im Frankfurter Volksbank-Stadion strebt der FSV nach Revanche für ein Trauma aus grauer Vorzeit.

Im Jahr 1925 war der FSV so nahe an der Deutschen Meisterschaft wie nie - und verlor im Endspiel mit 0:1 nach Verlängerung gegen den Club um seinen legendären Schlussmann Heinrich Stuhlfauth.

Selige Zeiten, aber ihr aktueller Lauf von fünf Siegen in Folge lässt die Nürnberger wieder von der Eliteklasse des deutschen Fußballs träumen.

Der Club will "mit allem, was wir haben" auf einen Sieg hinarbeiten, kündigt Club-Coach Michael Oenning an.

Nicht mit dabei helfen kann Stürmer Isaac Boakye nach seiner Roten Karte gegen St. Pauli.

FC Ingolstadt - FSV Mainz 05

Nach dem Pokal-Aus gegen Leverkusen kann sich Jörn Andersen mit seinem Team wieder voll auf das Tagesgeschäft konzentrieren.

Die Rheinhessen brauchen einen Sieg, um zurück auf Platz drei zu kommen. Und Andersen warnt seine Spieler vor dem Endspurt: "Es werden nur noch Spieler aufgestellt, die zu 120 Prozent bereit und bei der Sache sind. Spieler, die mit dem Kopf woanders sind, werden nicht berücksichtigt, alle Spieler sind ersetzbar."

Beim Tabellen-17. Ingolstadt fällt Interims-Coach Michael Wiesinger durch noch markigere Worte auf.

"Ich brauche Leute, die von der Mentalität her den Kampf annehmen und jeden Quadratmeter umpflügen. Am Sonntag müssen die Fetzen fliegen."

Andersen zittert noch um Markus Feulner (Oberschenkelverhärtung), Delron Buckley (Gehirnerschütterung) und Peter van der Heyden (Knie) kehren dafür zurück ins Team.

1. FC Kaiserslautern - SV Wehen Wiesbaden

"Der Aufstieg ist keine Pflicht, aber wenn sich die Chance bietet, nehmen wir sie natürlich mit", beschreibt FCK-Boss Stefan Kuntz bei Sport1.de die Lage vor dem Spieltag.

Zu Hause gegen den Tabellenletzten Wiesbaden, auswärts noch ohne Sieg, bietet sich eine gute Gelegenheit, in Schlagdistanz zum Top-Trio zu bleiben.

Die "Roten Teufel" müssen aber weiter ohne Kapitän Axel Bellinghausen auskommen, der mit muskulären Problemen noch im Aufbautraining ist. Stürmer Srdjan Lakic ist nach seiner Gelbsperre wieder dabei.

TuS Koblenz - Alemannia Aachen

Nach zuletzt vier Siegen in Folge ist die Alemannia wieder im Rennen um die Aufstiegsplätze - auch wenn sie das nicht offen sagen will.

"Wir möchten in Koblenz unsere Auswärtsbilanz weiter verbessern", sagt Trainer Jürgen Seeberger nur zu seiner Zielsetzung.

Ihm fehlt am Sonntag wohl Szilard Nemeth mit einer Oberschenkelzerrung, Herve Oussale dürfte für ihn stürmen.

RW Oberhausen - 1860 München

Neunter gegen Zehnter - beiden Teams geht es nur noch darum, die theoretische Abstiegsmöglichkeit noch auszuschließen.

Für Schlagzeilen sind die Münchener "Löwen" aber auch im Niemandsland gut: Trainer Uwe Wolf warf den Youngster Marvin Pourie aus dem Profikader.

Der 18-Jährige, dem Wolf schon länger mangelnde Disziplin vorwirft, hatte durch eine Auseinandersetzung im Training mit Routinier Torben Hoffmann das Fass zum Überlaufen gebracht.

Fehlen könnte den Münchenern auch Stürmer Benjamin Lauth (Knöchelstauchung). Bei RWO verabschiedete sich Angreifer Jamal Gay mit einer Muskelverletzung wieder in den Krankenstand.

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