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Horst Köppel war in Deutschland zuletzt in Mönchengladbach aktiv © imago

Nach dreijähriger Abstinenz kehrt Horst Köppel auf die Fußball-Bühne in Deutschland zurück. Der Kontrakt gilt bis Saisonende.

Ingolstadt - Horst Köppel will es noch einmal wissen:

Der 60-Jährige wird beim FC Ingolstadt Nachfolger des am vergangenen Dienstag entlassenen Trainers Thorsten Fink und soll die Bayern vor dem drohenden Absturz in die Drittklassigkeit bewahren

Der Überraschungs-Coup der Donaustädter wurde nach dem Heimspiel gegen den FSV Mainz 05 am Sonntagnachmittag offiziell verkündet.

Die Begegnung hatte Köppel, der im Anschluss auch vorgestellt wurde, von der Tribüne aus verfolgt.

"Er weiß genau, worum es geht"

"Ich bin nach wie vor unheimlich interessiert am Fußballgeschehen und verfolge die Zweite Liga permanent. Ich habe ja immer gesagt, dass ich noch als Trainer in der ersten oder zweiten Bundesliga arbeiten möchte und fühle mich noch fit genug für diese Aufgabe", sagte Köppel.

Zuvor hatte Peter Jackwerth die Verpfichtung bestätigt und Köppel als "ruhigen, ausgeglichenen Menschen" bezeichnet. "Er weiß genau, worum es geht", sagte Ingolstadts Aufsichtsrats-Chef.

Daher gaben die Ingolstädter dem früheren Bundesligacoach den Vorzug vor den drei anderen Kandidaten Klaus Toppmöller, Rudi Bommer und Marco Kurz.

Vertrag bis Saisonende

Bereits am Montag wird der in Mönchengladbach wohnende ehemalige Nationalspieler das erste Training leiten. Sein Vertrag gilt zunächst bis Saisonende und verlängert sich dem Vernehmen nach beim Klassenerhalt automatisch um ein Jahr.

Zuletzt war Köppel bei Al Wahda in Abu Dhabi in den Vereinigten Arabischen Emiraten tätig gewesen, wurde dort jedoch am 11. Oktober 2006 bereits nach vier Pflichtspielen wieder entlassen. Zuvor hatte er in knapp einem Jahr seinen Heimatverein Borussia Mönchengladbach in der Bundesliga-Saison 2005/06 bis auf Platz zehn geführt.

Trotz des besten Ergebnisses des fünfmaligen deutschen Meisters seit 1996 (Platz vier) wurde sein Zweijahresvertrag zum Saisonende vorzeitig aufgelöst.

Wiesinger zurück ins zweite Glied

Michael Wiesinger hatte die Mannschaft gemeinsam mit Heiko Vogel gegen Mainz nach der Trennung der Ingolstädter von Fink als Interimstrainer betreut.

Wiesinger und Vogel sollen unter Köppel wieder als Assistenten fungieren, Brano Arsenovic bleibt Torwarttrainer.

Der frühere Bayern-Profi Fink war am vergangenen Dienstag aufgrund der sportlichen Talfahrt ohne Sieg in der Rückrunde gefeuert wurden.

"Wir wolten einen Motivationsschub durch einen Trainerwechsel reinbringen, um aus dem Formloch herauszukommen", erklärte Jackwerth: "Ein Abstieg wäre für uns angesichts des Stadionbaus ein Desaster."

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