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Nach einem Jahr in Frankfurt (2004/05) kehrte Hoffmann 2005 zu den "Löwen" zurück © xpb

Nach dem miserablen Saisonstart brennt bei 1860 München der Baum. Torben Hoffmann spricht im Sport1-Interview über die Krise.

Von Jan Happle

München - Beim Zweitligisten 1860 München brennt nach dem miserablen Saisonstart der Baum.

1:2 in Freiburg, 1:2 gegen Mainz 05 - zwei Pleiten, zwei Nullrunden, die Coach Marco Kurz vor dem Spiel bei RW Ahlen (So., ab 13.45 Uhr LIVE) bereits arg unter Druck setzen.

"Natürlich haben wir uns das alles ganz anders vorgestellt", sagte Münchens Abwehrspieler Torben Hoffmann gegenüber Sport1.de.

Im Sport1.de-Interview spricht der 33-Jährige über den schlechten Saisonauftakt, die Erwartungshaltung in München und Hoffnungsträger Berkant Göktan.

Sport1: Die Fans in München träumten vor Saisonbeginn vom Aufstieg. Nun stehen Sie nach dem zweiten Spieltag auf einem Abstiegsplatz. Ist die Erwartungshaltung des Umfelds an die Mannschaft vielleicht zu hoch?

Hoffmann: Ich weiß nicht, wer im Vorfeld konkret von Aufstieg geredet hat. Natürlich gibt es hier in der Stadt eine entsprechende Erwartungshaltung. Man soll die Fans auch träumen lassen. Von uns kam aber keine einzige Parole, momentan um den Aufstieg mitspielen zu wollen. Andererseits betone ich immer wieder, dass wir noch 32 Spieltage vor der Brust haben. Man sollte wirklich noch nicht alles schwarz malen und irgendwelche Untergangsszenarien heraufbeschwören.

Sport1: Am dritten Spieltag spielen Sie gegen Ahlen, danach zu Hause gegen Duisburg - auch keine leichten Gegner. Was muss passieren, um die Mannschaft nach dem schlechten Start wieder auf Trab zu bekommen?

Hoffmann: Wir müssen mehr Ruhe bewahren. Wir haben eine gute Vorbereitung gehabt. Nach zwei Niederlagen fehlt jetzt nur noch das Erfolgserlebnis. Das müssen wir uns jetzt in Ahlen holen. Der allgemeinen Hysterie, die jetzt aufkommt, müssen wir uns nicht anschließen.

Sport1: Fehlen der Mannschaft vielleicht auch die Alternativen? Mit Benjamin Lauth wurde vor der Saison nur ein namhafter neuer Spieler geholt.

Hoffmann: Absolut nicht. Mit Mathieu Beda haben wir noch einen guten Spieler verpflichtet. Außerdem macht Markus Schroth große Fortschritte. Berkant Göktan kommt auch bald zurück (Anm., der Red.: Göktan muss wegen einer Operation an der Fußsohle erneut eine Zwangsspause einlegen). Ich denke, dass wir sehr gut aufgestellt sind.

Sport1: Um die mentale Verfassung von Berkant Göktan gab es zuletzt einige Diskussionen. Hat der Trubel Unruhe in die Mannschaft gebracht?

Hoffmann: Wir sind nicht abhängig von einem Spieler. "Berki" hat große Qualität, die für uns als Mannschaft wichtig ist. Allerdings sind wir der TSV 1860 München und nicht der TSV Berkant Göktan. Natürlich ist er brutal wichtig für uns. Wir freuen uns, wenn er wieder zur Verfügung steht, aber immer alles an einem Spieler fest zu machen, ist nicht gut. Damit tut man dem Spieler keinen Gefallen und den anderen auch nicht.

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