1860 München fühlt sich beim Verkauf seiner Anteile an der Münchner WM-Arena an den Lokalrivalen Bayern München übervorteilt und hat eine Klage gegen den Ablauf der Transaktion eingereicht.

"Wir haben berechtigte Zweifel daran, dass die Anteilsverkaufsabmachung rechtlich haltbar ist und Grund zu der Annahme, dass der Kaufpreis unangemessen niedrig war", sagte 1860-Geschäftsführer Manfred Stoffers dem "Münchner Merkur".

Demnach haben die Löwen im Dezember vergangenen Jahres beim Münchner Landgericht I Klage gegen die Bayern eingereicht, die seit der Transaktion alleiniger Eigentümer der Arena sind. Offiziell elf Millionen Euro hatte sich der Rekordmeister damals die Anteile der "Löwen" kosten lassen und den Lokalrivalen damit vor der fast sicheren Insolvenz gerettet.

Laut 1860 bewegt sich der tatsächliche Kaufpreis jedoch im einstelligen Millionen-Bereich. In einem weiteren Rechtsstreit beider Vereine um ausstehende Zahlungen für das Catering in der Arena hatten die "Löwen" am Mittwoch einen Teilerfolg erzielt.

Die Vorsitzende Richterin Elisabeth Waitzinger kündigte beim Verhandlungsauftakt vor dem Landgericht München I an, dass sie prüfen werde, ob der Mietvertrag der "Löwen" mit der Allianz Arena München Stadion GmbH kartellrechtswidrig ist. "Dieser Gedanke ist nicht so abwegig", sagte sie.

teilentwitternE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel