Energie Cottbus rechnet im Fall der angeblichen rassistischen Beschimpfungen eines Fans beim Heimspiel gegen Fortuna Düsseldorf (4:2) am vergangenen Samstag nicht mit einem raschen Ermittlungsende.

"Wir bemühen uns um breite Aufklärung, doch wir sind auch immer auf die Informationen der Staatsanwaltschaft angewiesen. Deshalb kann es noch etwas dauern", sagte der Cottbuser Klub-Sprecher Lars Töffling.

Wie Polizei und Verein bestätigten, hat ein Düsseldorfer Fan am Rande des Spiels Anzeige erstattet, nachdem ihn zwei Ordner des Klubs beleidigt haben sollen. Dass es sich um einen dunkelhäutigen Fan handelt, der rassistisch beschimpft worden sei, konnte der Klub nicht bestätigen.

"Wir wissen nur von einer Anzeige wegen Beleidigung", sagte Töffling.

Der Verein hat nun anhand seiner Einsatzlisten die Suche nach den beiden Ordnern aufgenommen.

"Sollten wir Erfolg haben, werden wir erst einmal mit den Betroffenen reden. Vielleicht wissen sie noch gar nichts von den Anschuldigungen", sagte Töffling. Vorwürfe, wonach Mitarbeiter des Cottbuser Ordnungsdienstes der Hooligan-Szene zuzuordnen sind, bezeichnete Töffling als "spekulativ".

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