Das Präsidium von Alemannia Aachen hat fünf Tage nach Abwendung der drohenden Insolvenz Fehler beim Bau des neuen Stadions eingeräumt. Es seien Entscheidungen getroffen worden, die aus heutiger Sicht anders zu beurteilen seien, hieß es in einer Mitteilung.

"Allerdings sind all diese Entscheidungen unter großem Zeitdruck und unter der Prämisse getroffen worden, den Baufortschritt nicht zu gefährden", sagte Präsident Dr. Alfred Nachtsheim.

Erst eine Ausfallbürgschaft der Stadt hatte die Alemannia von den gröbsten Sorgen befreit. Eine sogenannte "Patronatserklärung" sichert dem Klub unter anderem eine Bürgschaft über drei Millionen Euro für dieses Jahr und eine weitere über 2,5 Millionen Euro für 2011 zu. "Für das Vertrauen in schwierigen Zeiten möchten wir uns bedanken", erklärte Nachtsheim.

Gleichzeitig wehrte sich der TSV gegen den Fan-Vorwurf `unsäglicher Verfilzungen" in den Gremien. Die "Interessengemeinschaft der Alemannia-Fans" hatte mehrere Aufsichtsrats-Mitglieder aufgefordert, bei der Mitgliederversammlung am 12. Juni nicht mehr für ein Amt zu kandidieren.

"Alle Genannten haben sich in den vergangenen Jahren um die Alemannia verdient gemacht. Wir werden nicht zulassen, dass ihr Ruf beschädigt wird", sagte Nachtsheim.

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