Die ehemaligen Klub-Präsidenten Peter-Michael Diestel und Gerd Kische haben heftige Kritik an der Führung von Hansa Rostock geübt.

"Es gibt bei Hansa keine Führung, keinen eigenen Charakter, keine Strategie und kein System", sagte Diestel der "Sport Bild". Der Verein sei "dumpf und hässlich geworden. Zu unserer Zeit hat er noch gestrahlt."

Die Äußerungen des früheren Klubchefs gehen teilweise sogar unter die Gürtellinie: "Das größte Krebsgeschwür des Vereins ist der Aufsichtsrat. Bei Hansa arbeiten nur Verhaltensauffällige, für die Niederlagen normal erscheinen. Die bekämen in deutschen Unternehmen nie eine Führungsposition, schon gar nicht im Aufsichtsrat", meinte Diestel.

Auch Kische geht hart ins Gericht mit dem Klub, der am Freitag und Montag in den Relegationsspielen gegen den FC Ingolstadt um den Klassenerhalt kämpft.

"Rene Rydlewicz ist als Sportvorstand und Manager eine blanke Katastrophe. Alleine diese kuriosen Trainerwechsel in dieser Saison waren schon unsäglich", sagte der 58-Jährige.

Hansas Aufsichtsratsvorsitzender Hans-Ulrich Gienke reagierte mit Unverständnis: "In unser schwierigen Situation vor den Relegationsspielen habe ich wenig Verständnis für solche Reaktionen und Äußerungen", sagte Gienke.

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