Corny Littmann ist nach siebeneinhalb Jahren als Präsident von Bundesliga-Aufsteiger FC St. Pauli zurückgetreten. Dies verkündete der 57-Jährige auf einer Pressekonferenz am Mittwoch in Hamburg.

"Er bleibt dem FC St. Pauli jedoch als Geschäftsführer der Service GmbH und als Freund Fan erhalten", hieß es zudem zu dem Thema auf der Homepage des FC St. Pauli.

"Ich habe nach dem Sieg in Fürth nur noch gedacht: Mehr geht nicht. Und deshalb möchte ich freiwillig dann gehen, wenn ich auch noch bleiben könnte", sagte Littmann auf einer Pressekonferenz.

Dabei wurde seine Stimme brüchig, die Worte stockten.

Im Verlauf einer elfminütigen Erklärung brachte er die aktuelle Situation des FC St. Pauli mit der ihm eigenen bildhaften Sprache so auf den Punkt: "Ich stand einmal am Ruder eines lecken Kahns, jetzt ist daraus ein prachtvolles Piratenschiff geworden."

Zum Dank für seine ehrenamtliche Tätigkeit als Vereinspräsident erhielt der bekennende Homosexuelle einen Riesenbouquet aus violetten Rosen. Littmann revanchierte sich mit einer Zwölf-Liter-Magnumflasche Champagner für alle Anwesenden und einem Kunstwerk, das zur neuen Saison eine Seitenwand der neuen Südtribüne zieren soll.

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