Frieden an der Isar: 1860 München hat den Dauerstreit mit Bayern München beendet und alle Klagen gegen den Rekordmeister zurückgezogen.

Die "Löwen" teilten mit, dass sie nach dem verlorenen Catering-Prozess auf eine Berufung verzichten werden.

Auch die Klage um den vermeintlich sittenwidrigen Verkauf der Arena-Anteile für elf Millionen Euro wurde zurückgezogen.

Über die ausstehenden Forderungen der Bayern an den Stadtrivalen wurde ein Zahlungsplan vereinbart.

Vor knapp einem Monat hatte das Landgericht München I die Sechziger dazu verurteilt, die ausstehenden Zahlungen in der Allianz-Arena für die Beköstigung "zuzüglich Zinsen und Prozesskosten vollständig zu bezahlen".

Die Löwen hatten sich zuvor geweigert, eine im Mietvertrag festgeschriebene Pauschale für das Catering an die Arena GmbH zu bezahlen.

Der Streitwert belief sich auf 500.000 Euro. Insgesamt hatten sich die Blauen im Idealfall bis zu 14,5 Millionen Euro von den Klagen und Prozessen gegen den Stadtrivalen erhofft.

Nach dem verlorenen Prozess war Manfred Stoffers als Geschäftsführer bei 1860 zurückgetreten, sein Bayern-freundlicherer Nachfolger Robert Niemann trug nun zur Eingung bei.

1860 München denkt daran, seinen bis 2020 laufenden Mietvertrag in der Allianz-Arena aufzulösen und seine Heimspiele künftig im Olympiastadion auszutragen.

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