Rot-Weiß Oberhausen pflegt seinen Ruf als Verein der anderen Art und hat mit einer ungewöhnlichen und selbstironischen Aktion für Kritik im eigenen Fanlager gesorgt. Der Klub vom Niederrhein verteilte beim Heimspiel gegen den VfL Osnabrück Becher mit dem Aufdruck "Scheiß RWO", und dies ausnahmslos im Gästeblock.

Ihm sei klar gewesen, dass kein Gäste-Fan einen der Oberhausener Sammelbecher kaufen werde, "daher haben wir ihnen quasi ein Lese-Angebot gemacht. Sie singen den Spruch ja sowieso", sagte RWO-Präsident Hajo Sommers der WAZ: "Und wir verunglimpfen uns mal selbst. Na und?" Auch Trainer Hans-Günter Bruns findet die Aktion "absolut in Ordnung. Wir können damit umgehen, wenn die Gegner 'Scheiß RWO' rufen. Ich kann darüber immer nur schmunzeln", sagte er bei Sky.

Während Fans in Foren teilweise die Ablösung des Präsidenten und einen Heimspiel-Boykott forderten, sieht Sommers ein großes Einnahme-Potenzial. Im letzten Spiel gegen den VfL Bochum seien 600 `Scheiß-RWO-Becher" nicht zurückgegeben worden. An jedem verdiente der Klub 36 Cent.

"Gegen Bochum war es sogar mehr, da viele VfL-Fans nach Schlusspfiff ihre Spieler mit unseren Bechern beworfen haben. Da hatten wir den Euro komplett für uns", sagte Sommers.

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