Rund 100 Tage nach seinem Amtsantritt hat Geschäftsführer Robert Niemann vom finanziell angeschlagenen Zweitligisten 1860 München Entwarnung gegeben. "Die wirtschaftliche Stabilität in finanzieller Hinsicht ist erreicht", sagte der 43-Jährige.

Der Klub sei nun in der Lage, "in den Kurs der Sanierung einzuschwenken". Erst vor knapp drei Wochen waren den Münchnern von der Deutschen Fußball Liga (DFL) wegen Verstößen gegen die Lizenzierungsordnung zwei Punkte abgezogen worden.

Niemann wisse aber auch, das der kommende Weg sehr hart ausfallen werde und kündigte an: "Wir werden ab sofort jeden Stein umdrehen, alles genau prüfen und zwar sehr konsequent." Daher sei es auch nicht zu umgehen, in der Winterpause "mindestens einen Spieler zu verkaufen".

Maßgeblich für die derzeitige Situation des Krisenklubs sei neben der Gnade der DFL, die Lizenzierungsverstöße mit einer vergleichsweise milden Strafe zu ahnden, vor allem Stadtrivale Bayern München gewesen.

Der Stundungsvertrag nach dem verlorenen Rechtsstreit um ausstehende Zahlungen für das Catering in der Münchner Arena hätte 1860 extrem geholfen. Außerdem sei ein "großer Verbund" von Partnern, Banken und Sponsoren mitverantwortlich für die momentan bessere Lage des Zweitligisten.

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