Die Profis von 1860 München haben sich hinsichtlich einer Beteiligung an den vorgesehenen Sparmaßnahmen eine einwöchige Bedenkzeit gegeben. "Jeder muss sich selbst Gedanken machen und abwägen, wie er sich entscheidet", sagte Stürmer Benny Lauth.

Der neue Geschäftsführer Robert Schäfer hat Gehaltskürzungen angekündigt, die in einer Größenordnung von zehn Prozent liegen sollen.

Kapitän Daniel Bierofka bestärkte in der Münchner "Abendzeitung" zwar, dass die Mannschaft sich "solidarisch zeige", wies aber auch darauf hin, dass nur "fast jeder" den Weg mitgehe. Gerade den jungen Spielern im "Löwen"-Kader habe er deshalb erklärt, "was passiert, wenn jemand nicht mitmacht. Dann muss derjenige auch damit klarkommen", sagte der 30-Jährige.

Ein Mehrheitsbeschluss sei für die "Löwen"-Mannschaft allerdings nie in Frage gekommen: "Das wäre totaler Käse gewesen. Man kann doch einem Kollegen nicht vorschreiben, dass der das mit den zehn Prozent machen soll oder nicht", sagte Bierofka, der die Entscheidung als "rein persönlich" ansieht.

Geschäftsführer Schäfer hatte 125 Mitarbeiter des TSV 1860 am Mittwoch dazu aufgefordert, ein um zehn Prozent reduziertes Gehaltsangebot für die kommenden zwei Jahre zu akzeptieren oder gerichtlich dagegen vorzugehen. Insgesamt eine Million Euro will sich der chronisch klamme Klub pro Jahr durch die Maßnahme sparen.

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