Manager Michael Preetz vom sportlich angeschlagenen Fußball-Zweitligisten Hertha BSC Berlin hat vier Tage vor dem Spitzenspiel gegen Tabellenführer Erzgebirge Aue Trainer Markus Babbel den Rücken gestärkt.

"Wir werden nicht in Hektik und Unruhe verfallen, haben auch keine Trainerdiskussion", sagte Preetz der "B.Z.". Dennoch musste der 43-Jährige eingestehen: "Die Situation ist unbefriedigend, keine Frage."

Hertha steht nach fast 300 Minuten ohne Tor und vier Pleiten aus fünf Spielen zum ersten Mal seit dem vierten Spieltag nicht mehr auf einem Aufstiegsplatz.

Das Topspiel gegen das Überraschungsteam aus Aue am Sonntag kommt Preetz gerade recht. "Ich sehe es als Chance, nicht als Risiko", meinte Herthas Rekordtorschütze und zeigte sich davon überzeugt, "noch vor Weihnachten mit Hertha in die Erfolgsspur zurückzukehren".

Sollte die "Alte Dame" die ausstehenden Hinrundenspiele gegen Aue und in Augsburg nicht gewinnen, wird eine Trainerdiskussion in der Hauptstadt wohl unumgänglich. Aus dem Präsidium soll bereits zu hören sein, dass Babbel mindestens vier Punkte aus den beiden Spielen holen müsse, um im Amt zu bleiben.

Für den Fall einer Entlassung Babbels hat ein potentieller Kandidat bereits abgewunken.

Der frühere Hertha-Trainer Hans Meyer sagte beim Fernsehsender "rbb" zu einem möglichen Engagement bei der Hertha: "Zu seinem alten Verein sollte man eigentlich nicht mehr zurückgehen, vor allem wenn man 68 ist und erste Anzeichen von Krankheiten hat."

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