Die finanzielle Not beim Zweitligisten 1860 München ist anscheinend größer als bisher angenommen. Einem Bericht der "Süddeutschen Zeitung" zufolge müssen die "Löwen" bei der Deutschen Fußball Liga (DFL) bis Mitte Januar einen Nachweis über 5,3 Millionen Euro erbringen.

Dem Deutschen Meister von 1966 waren bereits Mitte Oktober wegen Verstoßes gegen die Lizenzierungsordnung der DFL zwei Punkte in der Tabelle abgezogen worden. Ende Oktober war der Klub dann nur knapp der Insolvenz entgangen.

Um die finanzielle Schieflage auszugleichen, will 1860 im Januar möglichst einige Spieler verkaufen. Außerdem hat Geschäftsführer Robert Schäfer bei der Belegschaft einen zehnprozentigen Gehaltsverzicht durchgesetzt. Jetzt sollen zudem noch betriebsbedingte Kündigungen ausgesprochen werden. Betroffen davon ist wohl auch Robert Hettich, Teammanager und Leiter der Medienabteilung. "Ich habe mündlich die Kündigung erhalten", sagte er der "SZ".

Die "Löwen" wollten sich in einer Stellungnahme nicht zu "Spekulationen über den Inhalt der Nachlizenzierung oder sonstige Zahlen" äußern.

Die Kürzung der Gehälter nannte Geschäftsführer Schäfer "eine harte Maßnahme, die aufgrund des Sanierungskonzeptes notwendig ist. Sie ist eine Belastung für alle Mitarbeiter und kein Sieg für die Geschäftsführung".

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