Stürmer Adrian Ramos von Hertha BSC Berlin muss nach der Verwicklung in einen schweren Verkehrsunfall in seiner kolumbianischen Heimatstadt Cali zunächst keine Sanktionen durch den Verein fürchten.

"Wenn er nach Berlin kommt, werden wir uns mit ihm unterhalten. Dann überlegen wir uns, was wir tun werden", sagte Hertha-Pressesprecher Peter Bohmbach: "Während seines Urlaubs ist er für sich selbst verantwortlich. Außerdem ist nicht sicher, ob er überhaupt schuld ist."

Der kolumbianische Nationalspieler soll in seinem Weihnachtsurlaub am Freitagmorgen einen Fahrradfahrer angefahren und diesen schwer verletzt haben. Medienberichten zufolge habe er dabei einen Blutalkoholwert von 0,53 Promille aufgewiesen.

"Ob das stimmt, wissen wir nicht", sagte Bohmbach. In Kolumbien gilt absolutes Alkoholverbot im Straßenverkehr. Genauere Angaben zum Unfallhergang sowie zur Schuldfrage gab es nicht.

Der 39-jährige Radfahrer soll neben zahlreichen Knochenbrüchen auch ein schweres Schädel-Hirn-Trauma erlitten haben.

Trotz des Unfalls soll Ramos pünktlich zum Trainingsauftakt des Zweitligisten erscheinen. "Wir gehen nach jetzigem Stand davon aus, dass Adrian Ramos pünktlich zum Trainingsauftakt am Dienstag zurück in Berlin sein wird", sagte Hertha-Manager Michael Preetz Berliner Medien.

Bereits der letzte Aufenthalt des Kolumbianers in seiner Heimat hatte für Aufregung gesorgt. Anfang September war Ramos während eines Länderspiels gegen Venezuela zusammengebrochen. Der Mannschaftsarzt hatte als Ursache damals leichtes Herzrasen infolge von Mineralstoffmangel festgestellt.

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