1860 München hat seine vorläufige Rettung im Nachlizenzierungsverfahren der Deutschen Fußball Liga auch Lokalrivale Bayern München zu verdanken.

Der Rekordmeister hat den Löwen offenbar gestattet, die Zahlung der Stadionmiete aufzuschieben. Das bestätigte Bayern-Präsident Uli Hoeneß der "Süddeutschen Zeitung". "Es gibt eine neue Stundung, die Abmachung gilt bis zum Ende der Saison", sagte Hoeneß.

1860-Vizepräsident Dieter Scheider hatte ein Zugeständnis der Bayern zuvor schon angedeutet, als er sagte: "Die Bayern haben uns Stundungen in dem Maß zugsichert, wie sie im Sanierungskonzept aufgeführt sind." Ins Detail wollten weder Hoeneß noch die Löwen gehen.

Die Bayern hatten den Blauen bereits im vergangenen Sommer geschätzte 1,5 bis zwei Millionen Euro gestundet, die die Löwen nach dem verlorenen Prozess um das Catering in der Münchner Arena hätten bezahlen müssen. Nun halfen die Roten erneut, außerdem hat nach Informationen der Münchner "Abendzeitung" "mindestens eine Bank" ihre Kreditlinie für 1860 erhöht.

Endgültig gerettet ist 1860 München jedoch noch immer nicht. Mitte März beginnt die Lizenzierung für die Saison 2011/12, bis Juni muss der Klub weitere drei Millionen Euro an Liquidität nachweisen.

Mitte Oktober 2010 waren den Löwen aufgrund unzureichender Informationen im Lizenzierungsverfahren für die laufende Saison zwei Punkte abgezogen worden. Bis Mitte Januar musste der Klub bei der DFL einen Liquiditätsnachweis in Höhe von knapp 5,3 Millionen Euro erbringen.

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