Die Verantwortlichen des abstiegsgefährdeten Zweitligisten Karlsruher SC haben die Konsequenzen aus der "Stinkefinger-Affäre" um Trainer Uwe Rapolder gezogen und den Coach nur 99 Tage nach seiner Verpflichtung entlassen.

Ein Nachfolger soll bereits am Mittwoch präsentiert werden. Als Kandidaten gelten die früheren KSC-Trainer Winfried Schäfer und Edmund Becker sowie der Ende Dezember beim Drittligisten VfR Aalen entlassene Rainer Scharinger.

Rapolder soll während des Kellerduells gegen den FC Ingolstadt (1:4) am vergangenen Sonntag den eigenen Fans nach einer knappen Stunde Spielzeit den ausgestreckten Mittelfinger gezeigt haben. Zuvor war der 52-Jährige, der sich nach dem Spiel an den Vorfall "nicht erinnern" konnte, offenbar übel beschimpft worden.

Rapolder hatte seinen Posten beim KSC am 22. November vergangenen Jahres angetreten. Zuvor hatte sich der Klub Ende Oktober 2010 von Markus Schupp getrennt.

Vor Rapolder, der am 13. Dezember 2009 bei der TuS Koblenz entlassen worden war, stand Markus Kauczinski beim ehemaligen Europacup-Teilnehmer als Interims-Coach an der Seitenlinie.

Rapolder, der von den Karlsruhern mit einem Vertrag bis zum Saisonende ausgestattet wurde, konnte die sportliche Misere allerdings nicht beenden. Wie bei Rapolders Dienstantritt stehen die Badener derzeit auf dem Relegationsplatz.

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