Der Sicherungsfonds des Ligaverbandes und eine 1,2-Millionen-Euro-Finanzspritze sollen den stark abstiegsbedrohten Zweitligisten Arminia Bielefeld vor dem Kollaps bewahren.

Der ostwestfälische Traditionsklub beantragte laut eigener Angaben ein Darlehen in dieser Höhe. Damit "soll der kurzfristige Liquiditätsengpass" bei der Arminia beseitigt werden.

Arminia hat alle 35 Vereine und Kapitalgesellschaften der beiden Lizenzligen unverzüglich über diesen Schritt informiert. Die Deutsche Fußball Liga (DFL) bestätigte den Antrag.

Die Inanspruchnahme des Sicherungsfonds in Höhe von zwei geplanten Monatsgehalts-Auszahlungen bedarf der Zustimmung des Ligavorstandes und hat einen sofortigen Abzug von bis zu drei Punkten in der laufenden Saison zur Folge. Damit dürfte der Abstieg des Ex-Bundesligisten besiegelt sein. Der Ligavorstand wird in seiner kommenden Sitzung am Montag (18. April) über den Antrag entscheiden.

Das Darlehen ist mit 5 Prozent per annum zu verzinsen, eine Rückzahlung muss spätestens zu Beginn der nächsten Teilnahme am Lizenzierungsverfahren der DFL für die 2. Bundesliga durch den DSC erfolgen.

"Eine weitere kurzfristige Belastung unserer bestehenden Partner war nicht zumutbar. Zusammen mit unseren Banken, privaten Darlehensgebern und Partnern werden wir nun auf Basis der Sicherung der Liquidität den erfolgreich eingeschlagenen Weg der Umfinanzierung und Konsolidierung des Klubs weiter gehen", sagte Arminia-Präsident Wolfgang Brinkmann in einer Presseerklärung.

Die Arminia teilte mit, dass dem Klub durch die Aussetzung der Kontokorrentlinie in der laufenden Lizenzierungsperiode vor zwei Wochen ein wesentlicher Baustein zur Sicherung der Liquiditätsanforderungen zum 30. Juni 2011 genommen worden sei.

Zweck des Sicherungsfonds ist es, kurzfristig Liquiditätsengpässe zu überbrücken, um im Interesse aller Lizenzklubs den Spielbetrieb nicht zu gefährden. Die Höhe des Punktabzugs richtet sich nach der Höhe der Summe, die aus dem Sicherungsfonds entnommen wird, und beträgt maximal drei Punkte.

teilentwitternteilenE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel