Der weiterhin von der Insolvenz bedrohte Zweitligist 1860 München muss bis zur finalen Rettung noch einige Hürden überwinden.

Zwar stehen die Löwen mit dem möglichen Investor Hasan Ismaik kurz vor einer endgültigen Einigung und haben den Vertragsentwurf für den Einstieg des Jordaniers auch schon der Deutschen Fußball Liga (DFL) zur Prüfung zugeschickt, wie 1860-Präsident Dieter Schneider in der "Süddeutschen Zeitung" bestätigte.

Sollten sich die Gläubiger des Klubs aber weiter weigern, den von Ismaik geforderten Teilverzicht zu leisten, wäre das ganze Konstrukt gescheitert.

Die alternative Bankenlösung gilt als kaum mehr wahrscheinlich.

"Die Insolvenzgefahr ist weiterhin gegeben", sagte Schneider:

"In der ersten oder zweiten Maiwoche muss die Lösung stehen; allein wegen der DFL-Auflagen (...). Wir haben Zeitdruck."

Die DFL wollte auf Anfrage zum laufenden Verfahren keine Stellungnahme abgeben.

Das Ergebnis der Prüfung durch die Liga wird auch deshalb mit Spannung erwartet, weil die Löwen Ismaik offenbar vertraglich das Recht zugesichert haben, seine Anteile am Klub auf über 50 Prozent zu erhöhen, sollte die "50+1-Regel" irgendwann doch fallen.

Schneider bestätigte indirekt, dass Sechzig dem Geschäftsmann im der DFL zugegangenen Entwurf besagte Möglichkeit zugestanden und so eine Kernforderung des Investors erfüllt hat.

Sollte "50+1" fallen, wäre es "korrekt, wenn er diese Option hätte", sagte Schneider über Ismaik.

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