Auch nach dem Aufstieg mit Hertha BSC Berlin in die Bundesliga kann Trainer Markus Babbel seine alte Liebe Bayern München nicht vergessen.

Angesprochen auf ein mögliches Angebot, beim Rekordmeister in zwei Jahren die Nachfolge von Jupp Heynckes anzutreten, sagte der in München geborene Ex-Profi der "Bild am Sonntag": "Wenn das Angebot käme, wüsste ich, dass ich nicht alles falsch gemacht habe."

Für den 51-maligen Nationalspieler, der Sonntag mit der Hertha im Berliner Olympiastadion vor der Rekordkulisse von 77.118 Zuschauern gegen Mitaufsteiger FC Augsburg den Zweitligatitel feierte, bleiben die Bayern etwas Besonderes: "Die Bayern sind eine Herzensangelegenheit für mich. Immerhin habe ich 16 Jahre dort gespielt."

Trotz des wilden Flirts mit dem Ex-Klub zeigte sich der 38-Jährige mit seinem jetzigen Job voll auf zufrieden. "Ich habe das Glück, in Berlin bis auf weiteres einen großen Klub trainieren zu dürfen." Babbel hatte mit Hertha bereits vor drei Wochen beim 1:0-Auswärtssieg in Duisburg die Rückkehr ins Oberhaus perfekt gemacht.

Für die neue Saison hat der Coach ein klares Ziel. "Für uns als Aufsteiger kann es nur um den Klassenerhalt gehen." Die neue Bescheidenheit tue dem Klub gut. "Hier herrschte das Gefühl: 'Hey, wir sind die Hauptstadt, wie sind eh die Größten und die Schönsten und haben den Fußball erfunden'", sagte Babbel. Das überhebliche Großstadt-Getue sei nun aber einer neuen Demut gewichen.

Nach der Verpflichtung von Torwart Thomas Kraft will Babbel in Mittelfeldspieler Andreas Ottl einen weiteren Spieler vom FC Bayern holen. "Ottl wollen wir unbedingt, da sind wir in sehr guten Gesprächen", betonte der frühere Profi, der noch beim FC Liverpool und beim VfB Stuttgart spielte.

In den nächsten Tagen wollen die Berliner erst einmal die Rückkehr in Liga eins feiern. Am Montag steht ein Besuch beim Regierenden Bürgermeister Klaus Wowereit im Roten Rathaus an. Dienstag fliegt die Mannschaft für vier Tage nach Mallorca. Babbel will sich beim Feiern zurückhalten. "Ich werde den Jungs das Party-Feld überlassen, sie haben keine Verbote."

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